Amateurregel

    Aus Olympia-Lexikon.de

    lange Zeit äußerst umstrittener Begriff innerhalb der olympischen Bewegung, die zu heftigen Kontroversen und Skandalen (siehe "Der Fall Karl Schranz" bei Sapporo 1972) führten.

    Die Amateurregel schloss bis 1971 Berufssportler, bezahlte Trainer oder Sportler, die sich bezahlen ließen, von den Olympischen Spielen aus. Sie wurde schon 1971 durch die Zulassungsregel 26 entschärft und 1981 so gestaltet, dass auch Profis bei Olympia starten konnten. Umgesetzt wurde die Neuregelung erstmals in Seoul 1988.

    Traditionell geht der Begriff des "Amateurs" auf das 19. Jahrhundert zurück, als man "Gentleman-Sportler" von den Berufssportlern unterscheiden wollte. Die Entwicklung des Sports, im Westen (Stiftungen, "Sponsoren") wie im Osten, wo es die so genannten "Staatsamateure", aus öffentlichen Mitteln bezahlte Sportler, gab, ging über die enge Definition des Amateurs schon lange hinaus.