Austragungsorte

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Teilnehmer in Peking 2008

    Wassersportarten wie Freiwasserschwimmen, Beachvolleyball und Segeln wurden nach Qingdao – eine Hafenstadt im Osten Chinas – verlegt, und die Reitwettbewerbe nach Hongkong. Da Hongkong eine Sonderverwaltungszone ist, hat es in Peking zum ersten Mal seit den Spielen in Melbourne 1956 zwei Nationale Olympische Komitees (NOKs) gegeben.

    Die Fußballspiele wurden in zwei Stadien in Peking, dem Nationalstadion und dem Arbeiterstadion, ausgetragen. Weiterhin gibt es noch vier Stadien außerhalb Pekings (Shanghai-Stadion, Olympisches Stadion Shenyang, Tianjin-Olympic-Center-Stadion und das Olympisches Sportzentrum Qinhuangdao), in denen Fußballspiele stattgefunden haben.

    Das Nationalstadion

    Das Pekinger Nationalstadion im Dunst

    Das Stadion, welches auch "Vogelnest" genannt wird, wurde von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron entworfen, die auch für den Entwurf der Münchner Allianz-Arena verantwortlich sind. Das 330 Meter lange, 220 Meter breite und 69,2 Meter hohe Stadion fasst 91.000 Zuschauer. Allein für die Außenkonstruktion wurden rund 40.000 Tonnen Stahl verbaut. Die Baukosten betrugen rund 325 Millionen Euro. Die chinesische Regierung nahm für den Bau des Stadions sogar die Umsiedlung von 3000 Familien und dadurch entstehende Kosten von 150 Millionen Euro in Kauf.

    Das Nationalstadion diente als Austragungsort für Leichtathletik- und Fußball-Turniere. Nach der Olympiade ist es Wettkampfstätte für sportliche Ereignisse und auch Veranstaltungsort für Konzerte und Festivals.

    Laut Unep liegt der Feinstaub-Mittelwert in Peking bei 141 bis 166 Mikrogramm pro Kubikmeter; erlaubt sind 20 Mikrogramm. So kann es sein, dass man die Spielstätte in eher düsterem Licht zu sehen bekommt.

    Das Arbeiterstadion

    Dieses Stadion wurde bereits 1959 erbaut und befindet sich fast im Zentrum Pekings. Bis zu 64.000 Zuschauer finden hier Platz, die Halle bietet 13.000 Sitzplätze. Im Stadion wurden die Viertel- und Halbfinalspiele im Fußball ausgetragen, in der sich daneben befindlichen Halle fanden die Boxwettkämpfe statt.

    Das Aquatics Center

    Die neu erbaute Schwimmhalle wird auch "Wasser-Kubus" genannt. Über 3500 lichtreflektierende Folienelemente wurden auf der Außenhülle angebracht. Diese Hülle dient sowohl als Videoleinwand als auch als Lieferant für Solarenergie, mit der das Schwimmbecken beheizt wird. Chinesische Investoren übernahmen die Kosten in Höhe von 63 Millionen Euro für den Bau des Stadions. In der Halle finden bis zu 17.000 Zuschauer Platz. Neben Schwimmwettbewerben fanden hier auch das Turm- und Kunstspringen sowie Wasserball-Turniere und Synchronschwimmwettbewerbe statt.

    Nationales Hallenstadion

    Im Jahr 2005 hatten die Bauarbeiten für diese Wettkampfstätte begonnen, die von einem Nürnberger Architekturbüro entworfen wurde. Sie ist mit Solarzellen, die zum Beleuchten des Stadions dienen, ausgestattet. Hier fanden Geräte- und Trampolinwettkämpfe sowie Handball-Turniere ab dem Viertelfinale statt. Dieses Stadion bietet 18.000 Sitzplätze.