Basketball

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Ballsportart für zwei Mannschaften mit je fünf Feldspielern; Ziel ist es, den Ball in den gegnerischen Korb zu werfen, wobei der Ball gepasst, geworfen, gerollt, geschlagen oder gedribbelt werden darf. Seit Berlin 1936 für Männer und seit Montreal 1976 für Frauen olympische Sportart.

    Regeln in Kürze

    Eine Mannschaft besteht aus fünf Feldspielern und fünf Auswechselspielern. In Deutschland wird die Spielzeit in vier Abschnitte von jeweils zehn Minuten unterteilt. Zwischen zweitem und drittem Viertel gibt es eine 15-minütige Pause. Bei Unterbrechungen wird die Uhr angehalten. Zwei Schiedsrichter leiten das Spiel. Die Spielleitung wird durch zwei Zeitnehmer und einen Schriftführer komplettiert. Basketball ist ein körperloses Spiel, d.h. Berührungen sind verboten.

    Spielfeld

    Gespielt wird auf einer harten Oberfläche (Rasen ist nicht erlaubt). Die Spielfläche ist 26 m lang und 15 m breit, der Korb hängt 3,05 m hoch und hat einen Durchmesser von 45 cm. Das Spielfeld ist unterteilt in zwei Hälften mit je einer Freiwurf-Linie unter dem Korb und der so genannten Drei-Punkte-Linie.

    Spielgerät

    Der Ball hat einen Umfang von 75-78 cm und wiegt zwischen 567 und 650 g.

    Ballführung

    Der Ball darf gepasst, geworfen, getippt, gerollt oder gedribbelt werden, Tragen des Balles ist nicht erlaubt. Zu beachten ist die Schrittregelung, die besagt, dass der ballführende Spieler höchstens zwei Schritte machen darf. Dann muss er den Ball entweder abgeben oder pivotieren, d.h. den Ball im so genannten Sternschritt führen. Hierbei darf der Spieler einen oder mehrere Schritte mit demselben Fuß in beliebige Richtung machen, der andere Fuß muss stets in Berührung mit dem Boden bleiben. In dieser Situation gibt es keine zeitliche Beschränkung für die Ballführung, ansonsten muss der Ball nach spätestens fünf Sekunden abgegeben werden.

    Wertungen

    Bei Korberfolg gibt es drei verschiedene Wertungen: zwei Punkte bei Korb aus dem Feldspiel, drei Punkte bei Korb von außerhalb der Drei-Punkte-Linie und einen Punkt bei Korb durch Freiwurf.

    Zeitlimits

    Zu beachten sind die 24-Sekunden, die Acht-Sekunden und die Drei-Sekunden-Regel:

    • 24-Sekunden-Regel: Die Mannschaft in Ballbesitz muss innerhalb dieses Zeitlimits einen Korbversuch gemacht haben.
    • Acht-Sekunden-Regel: Die Mannschaft, die in ihrer eigenen Hälfte in Ballbesitz ist, muss den Ball innerhalb dieses Zeitlimits in die gegnerische Hälfte gespielt haben.
    • Drei-Sekunden-Regel: In der Zone zwischen der gegnerischen Endlinie und der Freiwurflinie darf sich kein angreifender Spieler länger als drei Sekunden aufhalten.Bei Überschreitung dieser Zeitlimits erhält die gegnerische Mannschaft den Ball.
    Freiwurf von Dirk Nowitzki

    Freiwurf

    Erfolgt nach Foul; der gefoulte Spieler muss den Freiwurf selbst ausführen; bei einem so genanntem technischen Foul (Beleidigung des Schiedsrichters und ähnliches) kann ein beliebiger Spieler zum Freiwurf antreten.

    Geschichte der Sportart

    Bereits in den frühen Kulturen der Perser, Normannen, Inkas, Azteken und Mayas wurde die Spielidee des Basketball als Freizeitbeschäftigung gepflegt.

    Die Geburtsstunde der modernen Version kann jedoch präzise bestimmt werden. Der Kanadier James W. Naismith, Sportlehrer in Springfield, erfand das Spiel 1891 für die winterliche Hallensaison als Training. Zuerst verwendete man Körbe, wie sie für die Pfirsichernte gebraucht wurden. Erste Regeln wurden 1894 bekannt, und das Spiel breitete sich rasch über die USA aus. Nach der Jahrhundertwende brachten es amerikanische Sportlehrer nach Asien und Europa. Der Sport nahm nach den Olympischen Spielen in Berlin 1936 hierzulande einen großen Aufschwung.

    Olympische Geschichte

    Olympische Sportart ist Basketball seit 1936. Es stand zwar in St. Louis 1904 im offiziellen Programm, aber nur wenige amerikanische Klubteams nahmen teil und veranstalteten ihre Landesmeisterschaft. Das IOC betrachtete dieses Turnier deshalb als "Demonstration" oder "Schauturnier" und vergab keine Medaillen.

    Es gewannen die "Buffalo Germans", die damals so berühmt waren, dass sie als Mannschaft in die Ruhmeshalle des amerikanischen Basketballs aufgenommen wurden.

    In Montreal 1976 wurde Frauen-Basketball ins olympische Programm aufgenommen.

    Olympische Erfolge

    Die Amerikaner hatten 1936 eine einzigartige Siegesserie gestartet: Bei ihren sieben Olympiasiegen bis 1972 gewannen sie 63 Spiele in Folge, beginnend mit dem Erfolg über Estland in Berlin, wo noch im Freien gespielt wurde, und endend mit der Finalniederlage in München gegen die Sowjets mit 50:51 in der Nachspielzeit nach einem Nervenkrieg mit den Zeitnehmern. Danach verweigerten die völlig konsternierten US-Spieler die Annahme der Silbermedaillen.

    Olympische Highlights

    In Barcelona 1992 durfte das US-Team erstmals seine weltberühmten Profis einsetzen, die dann in der Tat als "Dream-Team" alle Sportfans begeisterten. Auch bei den Spielen in Atlanta 1996 und Sydney 2000 setzten sich die US-Favoriten haushoch durch.

    In Athen 2004 erlebten die Zuschauer allerdings einen Schock, als die US-Mannschaft bereits in der Vorrunde gegen Puerto Rico und Litauen verlor und dann im Halbfinale am späteren Olympiasieger Argentinen scheiterte. In Peking 2008 gelang dem amerikanischen Team dann die Revanche gegen die Argentinier, im Finale ließ die Mannschaft um Superstar Kobe Bryant auch den Spaniern keine Chance und holte sich erwartungsgemäß die Goldmedaille.