Blutdoping

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Unter den Begriff Blutdoping fallen die verbotenen Methoden zur künstlichen Erhöhung der Hämoglobinkonzentration im Blut. Diese leistungssteigernde Wirkung kann durch Bluttransfusion sowie die Gabe von Erythrozyten (rote Blutkörperchen), künstlichen Sauerstoffträgern oder von analogen Blutprodukten herbeigeführt werden. Blutdoping wird vor allem im Ausdauersport eingesetzt.

    Bluttransfusions-Methoden

    Ursprünglich basiert das so genannte Blutdoping auf Fremdblut-Transfusionen oder Eigenblut-Rücktransfusionen; über die dadurch herbeigeführte erhöhte Anzahl an roten Blutzellen wird die (Ausdauer-)Leistungsfähigkeit des Ahtleten gesteigert.

    EPO

    Von den Transfusionsmethoden zu unterscheiden ist das Blutdoping mittels EPO. Hierbei handelt es sich um das künstlich hergestellte körpereigene Hormon Erythropoetin (EPO), das die Bildung roter Blutzellen (Erythrozyten) in den Stammzellen des Knochenmarks anregt. Die Einnahme von EPO steigert ebenfalls die Anzahl an roten Blutzellen und verbessert die Sauerstoffaufnahmekapazität des Bluts.

    Vergleichbar mit EPO, jedoch wesentlich stärker und drei Mal länger in seiner Wirkungsdauer, ist das Mittel Darbepoetin, das bei den Winterspielen in Salt Lake City 2002 zum ersten Mal Schlagzeilen machte, nachdem es in der Ausdauersportart Langlauf nachgewiesen werden konnte (siehe Dopingfälle, Johann Mühlegg).