Curling

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Curling ist eine dem Eisstockschießen ähnliche Sportart, bei der die gegnerischen Mannschaften einen Stein mit einem Höchstumfang von 91 cm möglichst nahe an ein Ziel gleiten lassen.

    Regeln in Kürze

    Curling

    Grundidee des Spiels ist es, die Curling-Steine (aus Granit, Durchmesser 30 cm, Gewicht 19,1 kg) auf der 44,5 m langen und 4,75 m breiten Eisbahn in einer auf beiden Seiten der Bahn angebrachten Zielfläche (Haus) zu platzieren, und zwar möglichst viele.

    Es treten zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegeneinander an, von denen vier je zwei Steine spielen. Jedes Spiel besteht aus zehn Durchgängen (Ends). Ziel ist es, den Stein in das Zentrum (Tee) zu bewegen. Einen Rundengewinn hat dasjenige Team erzielt, dessen Stein dem Zentrum am nächsten liegt. Punktgewinn gibt es für jeden Stein, der dem Zentrum näher liegt als der nächste gegnerische.

    Die Spieler dürfen vor dem laufenden Stein mit Spezialbesen wischen, um Tempo und Richtung zu bestimmen. Durch Reibung wird das Eis erwärmt und die Gleitfähigkeit des Steins verbessert.

    Es gibt zehn Herren- und zehn Damenmannschaften mit je fünf Mitgliedern.

    Geschichte der Sportart

    Die Herkunft dieses Mannschaftssports ist umstritten; der älteste Curlingstein von 1511 wurde in Schottland gefunden, wo 1716 bereits der erste Klub gegründet wurde. Etwa ab 1950 wurde Curling in Mitteleuropa zum Leistungssport.

    Olympische Geschichte

    Seit Nagano 1998 ist Curling für Frauen und Männer olympisch. In Salt Lake City 2002 wurde die Anzahl der Mannschaften von acht auf zehn heraufgesetzt (bei Männer und Frauen).

    Weblinks

    Deutscher Curling Verband (DCV)