DDR-Olympiamannschaften

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Seit der Gründung des zweiten deutschen Staates 1949 war der olympische Sport wegen seiner enormen öffentlichen Ausstrahlung für die DDR-Staats- und Parteiführung von größter Bedeutung.

    Sportpolitische Entwicklung

    Politische und sportliche Führung versuchten von Beginn an, die olympische Selbstständigkeit zu erreichen, was ihnen aber erst auf der IOC-Session 1965 in Madrid gelang.

    Auf Druck des IOC willigte das NOK der DDR (gegründet am 24. April 1951; 1955 provisorisch, 1965 vollwertig, aber mit eingeschränkten Rechten, 1968 gleichberechtigt vom IOC anerkannt) in die Bildung von gesamtdeutschen Mannschaften für die Jahre 1956, 1960 und 1964 ein und startete 1968 als eigener Mannschaftsteil, aber mit derselben Fahne und Hymne wie die westdeutsche Mannschaft, unter dem Namen "Ostdeutschland".

    Von 1972 bis 1988 war die DDR bei Sommer- und Winterspielen als selbstständige Mannschaft dabei und entwickelte sich zu einem der leistungsstärksten Teams des olympischen Leistungssports. Seit 1992 ist Deutschland auch olympisch wiedervereint.

    (Siehe hierzu auch Deutsche Olympia-Mannschaften)

    Olympische Erfolge

    Besonders erfolgreich waren die Sportlerinnen und Sportler aus der DDR in der Leichtathletik (39 Goldmedaillen), im Schwimmen (38), Rudern (23) und Rennrodeln (15).

    Die Medaillenbilanz des DDR-Sports in den Jahren zwischen 1956 und 1988 (also mit Starts in den gesamtdeutschen Mannschaften) ist beeindruckend: 202 Gold-, 189 Silber-, 172 Bronzemedaillen; davon Sommerspiele: 159/150/136 (Frauen 83/75/56, Männer 76/75/80); Winterspiele 43/39/36 (Frauen 17/19/14, Männer 26/20/22).