Die STÄRKSTEN Olympischen Disziplinen

    Aus Olympia-Lexikon.de

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    Zurzeit umfassen die Olympischen Sommerspiele 41 Sportarten, in denen es Medaillen zu gewinnen gibt. Neben vielen Disziplinen, für die man besonders drahtig und gelenkig sein muss, gibt es auch einige, wo es im Wesentlichen auf Muskelmasse ankommt. Wie werfen mal einen Blick auf drei Sportarten, in denen sich nur echte Powermänner und -frauen gute Chancen ausrechnen können.

    Gewichtheben – das doppelte Körpergewicht in die Luft stemmen

    Richtig viel Kraft und ein breites Kreuz ist erforderlich, wenn man unter die Zunft der Gewichtheber gehen möchte. Damit man in der Lage ist, 200 Kilogramm oder mehr zu stemmen, muss man lange trainieren und die Bewegungsabläufe beim Reißen und Stoßen perfekt einstudiert haben. Wer mit dem Gewichtheben anfangen will, braucht viel Körpermasse und trotzdem geschmeidige Gelenke, um den großen Belastungen standzuhalten. Im Bodybuilding Shop bekommt man die nötigen Nahrungsergänzungsmittel und Tipps, wie man effektiv Muskeln aufbaut und Oberarme bekommt, die so breit sind wie so manch ein Oberschenkel. Gewichtheben ist faszinierend, birgt aber auch ein hohes Verletzungsrisiko. Bei den Olympischen Spielen in London bekam dies der deutsche Sportler Matthias Steiner zu spüren, in dessen Genick eine 194 Kilogramm schwere Hantel landete. Glücklicherweise ging der Unfall glimpflich aus.

    Kugelstoßen braucht mehr als nur Muskelkraft

    Als Bestandteil der Wurfdisziplinen in der Leichtathletik erfordert auch das Kugelstoßen ordentlich Power. Zwar gibt es verschiedene Techniken, die Kugel durch die Luft zu befördern, Grundvoraussetzung ist aber in jedem Fall eine ausgeprägte Arm- und Schultermuskulatur. Da man sich bei der Abwurfbewegung dreht und das Gewicht von einem Bein aufs andere legt, werden hier auch Sprunggelenk und Knie stark belastet. Weil Kugelstoßen Teil des Zehnkampfs der Männer beziehungsweise Siebenkampfs der Frauen ist, treffen hier Athleten mit jeweils sehr unterschiedlichem Körperbau aufeinander. Sowohl gedrungene, muskulöse als auch größere, kantige Sportler konnten hier in den vergangenen Wettkämpfen Erfolge für sich verbuchen.

    Ringen: vis-à-vis auf der Matte

    Beim Ringen handelt es sich um eine Sportart mit langer Tradition, die bis zurück in die Antike reicht. Zwei Männer oder Frauen (seit 2004) treten hier ohne jegliche Hilfsmittel gegeneinander an, und müssen sich gegenseitig nur mithilfe ihrer Körperkraft aus dem Ring, einer Markierung auf dem Boden, befördern. Im Gegensatz zum Boxen wird sich allerdings nicht geschlagen, sondern nur gegriffen, was eine enorme Kraftanstrengung bedeutet. Professionelle Ringer müssen daher komplett durchtrainiert sein, sollten aber noch beweglich genug sein, um sich aus den Fängen des Gegners zu befreien und mit schnellen Kontern zu überraschen.

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