Diskuswerfen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Diskurswerfen ist eine Wurfdisziplin in der Leichtathletik für Männer und Frauen, bei der eine flache Wurfscheibe aus Holz mit Metallring und Metallkern aus einem Wurfkreis möglichst weit geworfen werden muss.

    Regeln in Kürze

    Der Männerdiskus wiegt 2 kg, der Frauendiskus 1 kg. Der Wurfkreis hat einen Innendurchmesser von 2,50 m und darf nicht berührt und nicht verlassen werden, bevor das Gerät den Boden berührt hat.

    Nach einer geforderten Qualifikationsweite kommen (mindestens) zwölf Sportler in den Vorkampf, aus dem die besten acht nach drei Versuchen das Finale erreichen, in dem sie nochmals drei Versuche haben.

    Olympische Geschichte

    Diskuswerfen war bereits in Athen 1896 olympischer Wettkampf für Männer, die Premiere für Frauen fand schon sehr früh in Amsterdam 1928 statt.

    Olympische Erfolge

    Deutsche Athleten konnten vor allem in der jüngeren Olympiageschichte Erfolge erzielen. In Los Angeles 1984 setzte sich überraschend der Rolf Danneberg durch. Jürgen Schult (DDR) siegte in Seoul 1988.

    Bei den Frauen sorgten vor allem DDR-Athletinnen mit drei Siegen für große Erfolge: Evelyn Schlaak gewann in Montreal und Moskau sowie Martina Hellmann in Seoul. Olympiasiegerin in Berlin 1936 wurde Gisela Mauermayer, Liesl Westermann war Zweite in Mexico City 1968. In Atlanta 1996 setzte die Chemnitzerin Ilke Wyludda diese Tradition mit ihrer Goldmedaille fort.

    Olympische Highlights

    Erfolgreichster Diskuswerfer bei Olympia ist der Amerikaner Al Oerter, der diese Disziplin zwischen 1956 und 1968 viermal in Folge gewinnen konnte, obwohl er nie als Favorit startete.

    Für Deutschland war in jüngerer Zeit der Chemnitzer Lars Riedel erfolgreich, der in Atlanta 1996 Gold holte und dem es gelang, dem Diskuswerfen in seiner Popularität zu ungeahnten Höhenflügen zu verhelfen.