Ein Jahr vor den Spielen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Im Oktober 2009 konnte sich Rio de Janeiro gegen Chicago, Tokio und Madrid als Austragungsort für die 32. Olympischen Sommerspiele 2016 durchsetzten. Damals war die Freude bei allen Beteiligten groß, das internationale Olympische Komitee (IOC) hat zur Zeit aber keine Augen für Zuckerhut und Copacabana. Ein Jahr vor dem Beginn der olympischen Sommerspiele in Brasilien gibt es noch mehrere offene Baustellen die es zu beseitigen gibt. Zwar sind die Bauarbeiten nach offiziellen Angaben bereits zu 89 Prozent abgeschlossen, Probleme gibt es dafür in anderen Bereichen.

    Unzufriedenheit vor allem in den Favelas

    So müssen viele Anwohner in dem sich neu erfindenden Rio ihre Wohnungen verlassen um Platz für Zufahrtsstraßen und andere Erneuerungsmaßnahmen zu machen. Ein Problem welches schon bei der WM 2014 Schlagzeilen gemacht hat. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen äußerten bereits damals heftige Kritik und Anwohner gaben lautstarken Protest kund. Das sich ein Stadtbild im Zuge von baulichen Veränderungen für ein internationales Großereignis verändert ist unvermeidbar, immer wieder treten Konflikte zwischen Bewohnern und Stadtplanern auf. Dabei geht es vielen Anwohnern nicht um eine angemessene Entschädigung, wenn man seiner Heimat beraubt wird wird alles andere oft sekundär.

    Wasserqualität mangelhaft

    Weitaus problematischer für das IOC verhält sich die Situation bei mehreren Austragungsorten für Wassersport. Diese sind nach Laboranalysen mit Keimen belastet und stellen eine ernsthafte Gefahr für die Sportler dar. Vielerorts werden Abwässer ungeklärt in die Flüsse und Meer geleitet und machen ein Austragen der Spiele unmöglich. Wassersportverbände haben daher bereits angekündigt eigene Proben zu nehmen um gesundheitliches Risiko auszuschließen, selbst die Weltgesundheitsorganisation hat Untersuchungen angeordnet. Nicht erfüllte Umweltstandards sind ein weit verbreitetes Problem, gerade in der Millionenmetropole Rio.

    Auch die allgemeine Stimmung im Land ist nicht die Beste. Brasilien befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise, Korruption und Vetternwirtschaft sind der Tagesordnung und die Arbeitslosenzahlen steigen. Dass die Olympiade nur einen temporären wirtschaftlichen Aufschwung bedeutet ist vielen Brasilianern bewusst, das Tourismusgeschäft dürfte langfristig nicht von den Spielen profitieren. Ein weiteres Problem ist die hohe Kriminalitätsrate, vor allem in der Megastadt Rio.

    Massives Sicherheitspersonal

    Die Organisatoren gaben bereits bekannt, dass insgesamt etwa 85.000 Sicherheitskräfte bei den kommenden Sommerspielen zum Einsatz kommen sollen, darunter auch 38.000 Soldaten. Ein solch massives Aufgebot gab es bislang bei keiner Olympiade. Bei den streng bewachten Spielen 2012 in London wurden gerade einmal 40.000 Kräfte eingesetzt. Andrei Passos Rodrigues, Rios Sicherheitschef erwartet jedoch auch trotz der hohen Kriminalitätsrate in Rio keine größeren Vorkommnisse, man könne aus Erfahrungen von der Fußball WM 2014 schöpfen. Ein Großteil des Sicherheitspersonals kommt in Rio zum Einsatz, dem Ort an dem die meisten Wettbewerbe ausgetragen werden. Angesichts solcher Aussagen kann man relativ zuversichtlich in die Zukunft blicken und davon ausgehen, dass die verbleibenden Probleme innerhalb der nächsten Monate beseitigt werden.

    Die 32. Olympiade kann also voller Vorfreude erwartet werden. Neben Sportbegeisterten aus aller Welt werden auch Wett-begeisterte wieder voll auf ihre Kosten kommen. Wer mit dem besten Wettanbieter auf neue Olympiarekorde wetten möchte, sollte gute Sportwetten Testberichte lesen, um sich gerade hinsichtlich guter Quoten und individueller Chancen beim Wetten zu informieren.