Freestyle

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Freestyle ist Ski-Akrobatik (Buckelpiste) und Trickskifahren (Springen).

    Wettkampfdisziplinen sind: Buckelpiste, Springen, Ski-Ballett (noch nicht olympisch).

    Regeln in Kürze

    Buckelpistenfahren

    Buckelpiste

    Die Buckelpiste führt über einen ca. 250 m langen, mit engen Buckeln präparierten, steilabfallenden Hang (Neigung etwa 28 bis 35 Grad) hinunter, welchen die Sportler sowohl schnell als auch möglichst elegant bewältigen müssen. In die Fahrt über die Piste sind zwei Sprünge (Aerials) einzubauen.

    Die Sieger werden durch eine Gesamtnote ermittelt, ein Viertel davon für die Zeit, ein Viertel aus der Bewertung zweier Sprünge (zwei Punktrichter) und 50 Prozent durch fünf Punktrichter, die den gesamttechnischen Inhalt bewerten. Von den Teilnehmern des ersten Laufs qualifizieren sich 16 für die Endrunde. Sieger ist der Sportler mit der höchsten Gesamtnote im zweiten Lauf.

    Springen

    Ski Freestyle

    mehrfache Salti und akrobatische Schrauben (vergleichbar mit dem Wasserspringen, dem Trampolinspringen und dem Turnen) werden von einer Jury nach Punkten benotet. Der Wettkampf besteht aus aus einer Vorrunde und einer Finalrunde. Zunächst absolviert jeder Teilnehmer zwei Sprünge. Zwölf Frauen und zwölf Männer qualifizieren sich für den Endkampf, in dem nochmals zwei Sprüngen gezeigt werden. Die Bewertung der Sprünge richtet sich nach Absprung, Entfernung, Höhe, Form und Landung.

    Ski-Ballett

    wartet noch auf olympische Anerkennung.

    Geschichte der Sportart

    Schon in den 1930er Jahren von der norwegischen Skispringern betrieben, fand Freestyle ab den 50ern in den USA großen Anklang. In den 60ern entwarf der Schweizer Skilehrer Art Furrer die Grundidee des Ski-Balletts, womit der Weg für die Wettkampfsportart Freestyle geebnet war.

    1971 kam die Dreiteilung in Buckelpiste, Springen und Ski-Ballett und 1979 die Anerkennung durch den Internationalen Skiverband (FIS). Weltmeistertitel werden seit 1986 vergeben.

    Olympische Geschichte

    Nachdem in Calgary 1988 das Ski-Ballett Demonstrationswettbewerb war, wurde in Albertville 1992 mit dem Buckelpistenfahren (englischer Fachausdruck Moguls) für Frauen und Männer Freestyle in das olympische Programm aufgenommen.

    In Lillehammer 1994 durften auch die wahren Trickski-Artisten (Springen) um olympische Medaillen kämpfen, und in Nagano 1998 standen die Freestyle-Wettbewerbe wieder im Programm.