Gedopte Gäuler

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Wie üblich gab es auch in Peking einige Dopingfälle, jedoch überraschend wenige im Vergleich zu vorhergehenden Olympischen Spielen: Nachdem der Präsident des IOC, Jacques Rogge, vorab von 30 bis 40 Fällen ausgegangen war, wurden lediglich sechs Sportler überführt. Dies mögen manche angesichts der deklassierenden Leistungen eines Michael Phelps oder eines Usain Bolt bereits für kurios halten.

    Bemerkenswert sind aber die Dopingfälle sieben bis zehn, die nicht die Sportler, sondern ihre „Sportgeräte“ betreffen: Bei einer Medikationskontrolle wurden bei den Pferden von vier Springreitern die verbotene Substanz Capsaicin nachgewiesen.

    Einer dieser Fälle betrifft unmittelbar den deutschen Reitverband: Christian Ahlmann hat seinen Wallach Cöster auf diese Art und Weise behandelt.

    Capsaicin ist kein leistungssteigerndes Mittel im eigentlichen Sinne. Als Gel auf die Haut aufgetragen, fördert es zwar die Durchblutung, wahrscheinlich soll die Wirkung jedoch indirekt erfolgen. Durch die Behandlung der Beine des Pferdes werden diese hypersensibilisiert und somit schmerzempfindlicher, wodurch es das Pferd tunlichst vermeiden will, mit den Beinen gegen die Hindernisse zu stoßen.