Goldregen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Am 12. August schließlich folgte die lange erhoffte und erwartete erste Goldmedaille für Deutschland: Alexander Grimm lenkte überraschend als erster sein Slalomkajak über die Ziellinie. Ihm folgten der Judoka Ole Bischof, der Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike sowie die Mannschaft der deutschen Vielseitigkeitsreiter. Dies war mit vier Goldmedaillen der erfolgreichste Tag aus deutscher Sicht.

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    Einen Tag später ließen die beiden Fechter Benjamin Kleibrink mit dem Florett und Britta Heidemann mit dem Degen durch ihre jeweiligen Siege über das erneut desaströse Abschneiden des deutschen Schwimmverbands hinwegsehen.

    Dem Mannschaftsgold der deutschen Pferdedresseure vom 14. August folgte am nächsten Tag endlich der erste Erfolg des Schwimmverbands: Nach einem packenden Finish stand Britta Steffen für ihre Leistungen über 100 m Freistil ganz oben auf dem Siegerpodest. Zwei Tage später sorgte sie mit ihrem Sieg über 50 m Freistil für die zweite und letzte deutsche Goldmedaille der SchwimmerInnen.

    Die Freude war groß über die weiteren außergewöhnlichen, zu Gold führenden Leistungen der deutschen Sportlerinnen und Sportler: Wir jubelten mit dem Triathleten Jan Frodeno, der modernen Fünfkämpferin Lena Schöneborn und der Mountainbikerin Sabine Spitz, die ihr Fahrrad auf den letzten Metern ins Ziel trug.

    Trotzdem führte uns zu unserer emotionalsten, Steiner-weichendsten Goldmedaille ein seit Anfang dieses Jahres eingebürgerter knapp 150 kg schwerer gebürtiger Wiener: Matthias Steiner. Unvergessen bleibt sein mitreißender Gefühlsausbruch nach der Bewältigung seiner neuen persönlichen Bestleistung, 258 kg, die haarscharf für Gold reichte. Die Jubelschreie, der Tanz mit seinem Trainer, das im wahrsten Sinn des Wortes kolossale Herumgehüpfe, bei dem die Bühne glücklicherweise gehalten hat – und bei der Siegerehrung die Widmung seiner Medaille an seine ein Jahr zuvor tragisch verstorbene Ehefrau Susann. Emotionaler geht es nicht.

    Für weitere Goldmedaillen sorgten die bereits erwähnten ReiterInnen und KanutInnen, die in den nächsten Abschnitten separat aufgeführt werden.