Hürdenlauf

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Hürdenlauf

    Hürdenlauf ist eine Laufdisziplin in der Leichtathletik über Sprintstrecken mit jeweils zehn Hürden, die es zu überlaufen gilt.

    Regeln in Kürze

    Die Rennen werden bei Männern über 110 m und 400 m und bei Frauen über 100 m und 400 m ausgetragen.

    Die Männer-Hürden über 110 m sind 1,067 m hoch, über 400 m 91,4 cm; die Frauenhürden haben Höhen von 84 cm (100 m) bzw. 76,2 cm (400 m). Das Berühren oder Umstoßen der Hürden während des Laufs ist erlaubt.

    Olympische Geschichte

    Der Hürdensprint der Männer ist seit Athen 1896 fester Bestandteil des olympischen Leichtathletikprogramms, in London 1900 kam der 400 m-Wettbewerb hinzu.

    Die Frauen liefen von 1932 bis 1968 die 80 m, seit 1972 100 m; die Distanz über 400 m ist erst seit Los Angeles 1984 olympisch.

    Olympische Highlights

    Der Wettbewerb über 400 m der Männer ist vor allem mit dem Namen Edwin Moses verbunden, der 1976 und 1984 Gold gewann, bei den Boykott-Spielen 1980 in Moskau nicht teilnehmen konnte (es gewann hier Volker Beck, DDR) und 1988 noch einmal Bronze errang.

    Ständiger Konkurrent war der deutsche Hürdensprinter Harald Schmid, der 1984 Dritter wurde; eine weitere Bronzemedaille für das deutsche Team gewann 1996 in Atlanta Florian Schwarthoff über die 110-m-Strecke. In Athen 2004 siegte mit Liu Xiang aus China erstmals ein asiatischer Athlet in dieser Disziplin.

    Bei den Frauen triumphierten drei Mal DDR-Athletinnen: Karin Balzer (1964, damals noch über 80 Meter) sowie Anneliese Ehrhardt (1972) und Johanna Schaller (1976).