Hammerwerfen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Karl Hein, Olympiasieger im Hammerwerfen 1936 in Berlin.

    Einleitung

    Hammerwerfen ist eine Wurfdisziplin in der Leichtathletik, bei der aus einer Drehbewegung heraus eine Eisenkugel, die an einem ca. 120 cm langen Stahldraht befestigt ist, mit beiden Armen aus einem Wurfkreis geschleudert wird.

    Regeln in Kürze

    Der Hammer, eine Kugel an einem 3 mm starken Verbindungsdraht mit Handgriff, wiegt für Männer 7,257 kg und für Frauen 4 kg. Er wird aus einem Wurfkreis mit 2,135 m Innendurchmesser geschleudert. Der Wurfkreis, der nicht berührt und nicht verlassen werden darf, ehe das Gerät den Boden berührt, ist von einem Schutzkäfig umgeben. Der Hammer muss innerhalb eines Wurfsektores von 40 Grad auftreffen um gewertet zu werden. Im Wettkampf hat jeder Teilnehmer drei Würfe, danach erhalten die besten acht drei weitere.

    Olympische Geschichte

    Hammerwerfen war nicht wie die meisten anderen Disziplinen in der Leichtathletik Bestandteil des olympischen Programms in Athen 1896, sondern wurde erst für Paris 1900 aufgenommen.

    Hammerwerfen ist seit Sydney 2000 auch für Frauen olympische Disziplin.

    Olympische Erfolge

    John Flanagan, der beste Hammerwerfer um die Jahrhundertwende, siegreich bei den olympischen Spielen in den Jahren 1900, 1904 und 1908.

    Zwischen 1900 und 1956 waren die USA erfolgreichste Hammerwerfer-Nation, siebenmal konnten sie in dieser Zeit den olympischen Wettbewerb für sich entscheiden. Dann wurden die Amerikaner von den Sowjetrussen abgelöst.

    Auch für deutsche Athleten gab es olympische Erfolge zu verzeichnen: Karl Hein holte in Berlin 1936 Gold vor Erwin Blask, Karl Storch Silber in Helsinki 1952, Uwe Beyer Bronze in Tokio 1964, Jochen Sachse (DDR) Silber in München 1972 und Karl-Heinz Riehm und Klaus Ploghaus gewannen Silber und Bronze in Los Angeles 1984.