Internationales Olympisches Komitee

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Abk.: IOC;

    englisch: International Olympic Committee, IOC;

    französisch: Comité International Olympique, CIO;

    Aufgaben

    Das IOC ist das höchste und allein entscheidende Gremium für die Olympischen Spiele. Seine Aufgaben sind die Bearbeitung und Regelung aller die Spiele betreffenden Fragen.

    Das IOC anerkennt die Nationalen Olympischen Komitees (NOK), vergibt die Olympischen Spiele, richtet den olympischen Kongress (als Berater) aus und gibt sich in der olympischen Charta seine Regeln. Sein Exekutivkomitee führt die Geschäfte, die Vollversammlung (Session) entscheidet über Regeln und Austragungsstädte der Spiele. Zur Unterstützung des Exekutivkomitees werden Kommissionen eingesetzt, denen auch Vertreter der Internationalen Fachverbände angehören: für Kultur, Zulassung, Finanzen, Recht, Medizin (Doping), Charta, Orden, Medien, Breitensport.

    Präsidenten

    Präsidenten des IOC:

    1894-1896 Demetrius Bikelas (Griechenland)

    1896-1925 Pierre de Coubertin (Frankreich)

    1925-1942 Henry de Baillet-Latour (Frankreich)

    1942-1952 (davon 1942-46 kommissarisch) Sigfrid Edström (Schweden)

    1952-1972 Avery Brundage (USA)

    1972-1980 Michael Killanin (Irland)

    1980-2001 Juan Antonio Samaranch (Spanien)

    2001-2013 - Jacques Rogge (Belgien)

    seit 2013 - Thomas Bach (Deutschland)

    Gründung und Statuten

    Das Internationale Olympische Komitee wurde am 23. Juni 1894 von Baron Pierre de Coubertin in Paris gegründet, heute ist sein Sitz in Lausanne. Dem Komitee gehören derzeit 115 Mitglieder an, die vom IOC selbst gewählt werden; darunter Vetreter Nationaler Olympischer Komiteen und aktive Sportler. Die Mitglieder werden auf acht Jahre gewählt. Überdies gibt es eine geringe Anzahl von Ehrenmitgliedern. So ist Juan Antonio Samaranch lebenslanger Ehrenpräsident. Im Rahmen der Reformen wurden auch zwei neue Kommissionen (Ethik und Anti-Doping) gegründet.