James "Jim" Thorpe

    Aus Olympia-Lexikon.de

    amerikanischer Leichtathlet

    geboren: 28. Mai 1888 in Shawnee, Oklahoma

    gestorben: 28. März 1953 in Los Angeles


    "Sir, für mich sind Sie der größte Athlet der Welt!" Mit diesen Worten gratulierte König Gustav von Schweden dem Amerikaner indianischer Abstammung, als dieser in Stockholm 1912 nach dem Fünfkampf auch noch den Zehnkampf triumphal gewonnen hatte.

    Thorpes Vater gehörte zum Stamm der Sac-Fox-Indianer. Als Kind besuchte er eine Indianerschule in Carlisle in Pennsylvania, und schon dort wurde seine enorme Begabung für die Leichtathletik entdeckt. Aber er war auch bald ein As im Baseball und im American Football. Diese Sportarten liebte der junge Thorpe bald fast noch mehr als die Leichathletik. Nach den Olympiasiegen von Stockholm spielte er seine beste Football-Saison.

    frühes Opfer der Amateurregel

    Ein Journalist entdeckte, dass Jim Thorpe vor den Spielen in Stockholm einmal in einer unterklassigen Liga Baseball gespielt und dafür 60 Dollar kassiert hatte.

    Wegen Verstoßes gegen die Amateurregel nahm ihm das IOC seine Medaillen weg und strich seinen Namen aus den Ergebnislisten. Thorpe wurde Berufssportler im Football und Baseball.

    Die verdiente Rehabilitierung erlebte er leider nicht mehr. Verbittert und schließlich dem Alkohol verfallen, starb Thorpe 1953 in Carlisle. Auf Druck der öffentlichen Meinung revidierte der amerikanische Verband seine Meinung, sprach Thorpe 1973 wieder den Amateurstatus zu, und das IOC übergab 1982 Thorpes Tochter die Goldmedaillen.

    Olympische Erfolge

    1912

    Gold Fünfkampf

    Gold Zehnkampf