Jens Fiedler

    Aus Olympia-Lexikon.de

    deutscher Radrennfahrer

    geboren: 15. Februar 1970 in Dohna, Sachsen

    In der Nähe von Dresden geboren, durchlief Jens Fiedler als Jugendlicher die Sportförderung der DDR für den Bahnradsport. Als Junior fuhr er erste Erfolge ein, 1988 wurde er Juniorenweltmeister im Bahnsprint. Bevor er 1992 bei den Sommerspielen in Barcelona seinen ersten Olympiasieg feiern konnte, hatte er 1991 bereits den Weltmeistertitel bei den Amateuren in dieser Disziplin errungen.

    Im Anschluss an die Spiele erfolgte 1993 der Wechsel zu den Profis. Bei den Weltmeisterschaften 1995 gelang ihm der Titelgewinn im olympischen Sprint und ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Atlanta erneut die Goldmedaille im Sprint. 1998 sicherte er sich den Weltmeistertitel im Keirin, den er 1999 erneut erringen konnte.

    Der viermalige Weltmeister und mehrfache deutsche Meister hätte bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney Bahnrad-Geschichte schreiben können. Er war angetreten, um zum dritten Mal in Folge Olympiasieger im Sprint zu werden. Der historische Sieg blieb jedoch verwehrt, am Ende wurde es Bronze. Diese Medaille betrachtete er aber mitnichten als Niederlage: "Ich wollte eine Medaille gewinnen. Nur über Platz vier hätte ich mich nicht gefreut." So Fiedler nach dem Sprint-Rennen. Seinen letzen Auftritt bei Olympischen Spielen hatte Fiedler 2004, wobei er zusammen mit Stefan Nimke und René Wolff im Olympischen Sprint den ersten Platz belegte.

    Im Jahr 2002 gewann er dreimal Gold bei der Deutschen Meisterschaft und 2003 errang er Gold beim Team Sprint der Herren bei der Weltmeisterschaft.

    Anfang 2005 gab Fiedler seinen Rückzug aus dem aktiven Profisport bekannt.

    Olympische Erfolge

    1992

    Gold Bahn-Sprint

    1996

    Gold Bahn-Sprint

    2000

    Bronze Bahn-Sprint

    Bronze Keirin

    2004

    Gold Olympischer Sprint