Komitee nimmt München unter die Lupe
Aus Olympia-Lexikon.de
Gemeinsam mit den Sportstätten in Garmisch-Partenkirchen und der Kunsteisbahn am Königssee bewirbt sich die Stadt München beim Internationalen Olympischen Komitee um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Konkurrenz bekommt die bayerische Landeshauptstadt von der französischen Stadt Annecy und dem südkoreanischen Pyeongchang, die aktuell noch mit im Rennen sind.
In der ersten Märzwoche war die Evaluierungskommission des Internationalen Komitees zu Besuch in Bayern, um sich ein Bild des Münchner Konzepts zu machen. Die Kommission ist ein 14-köpfiges Fachgremium, das unter dem Vorsitz der Schwedin Gunilla Lindberg vom 1. bis 4. März die Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt untersuchte. Dabei wurde der Kommission das so genannte Bid Book, das offizielle Bewerbungsdokument, mit allen Ideen und Plänen für die Winterspiele 2018 präsentiert. Anschließend machte sie sich ein Bild des Sportstättenkonzeptes und besichtigte alle geplanten Standorte der Wettkampfstätten und des Olympischen Dorfes vor Ort .
In einer abschließenden Pressekonferenz zeigten sich Gundilla Lindberg und Gilbert Felli, IOC Direktor für Olympische Spiele, beeindruckt von der Münchner Bewerbung, deren größte Stärke sie in der großen Unterstützung für die Spiele in Deutschland sehen.
Jetzt bleibt nur noch, die Daumen zu drücken und zu hoffen, dass sich die Evaluierungskommission des IOC von dem athletenfreundlichen und nachhaltigen Konzept von München 2018 überzeugen hat lassen. Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort fällt am 6. Juli 2011 in Durban.
Nach den Olympischen Sommerspielen im Jahr 1972, wären das die ersten Olympischen Winterspiele für die bayerische Landeshauptstadt.