Marion Jones

    Aus Olympia-Lexikon.de

    US-amerikanische Leichtathletin

    geboren: 12. Oktober 1975 in Los Angeles


    Die fünffache Weltmeisterin Marion Jones hatte sich bereits als 16-Jährige für die Spiele in Barcelona qualifiziert, nahm an diesen jedoch nicht teil. Die Teilnahme an den Wettbewerben von Atlanta vier Jahre später scheiterte an einer Fußverletzung.

    Medienwirksam kündigte Marion Jones schließlich an, dass sie bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney fünf Goldmedaillen gewinnen werde. Auf den beiden Sprintstrecken und mit der 4 x 400-m-Staffel hielt sie ihr Versprechen, beim Weitsprung musste sie jedoch Heike Drechsler sowie Fiona May den Vortritt lassen und auch mit der 4 x 100-m-Staffel reichte es nur für Bronze. Mit ihren fünf Medaillen war sie trotzdem die erfolgreichste Medaillensammlerin unter den Leichtathletinnen bei den Olympischen Spielen. In Athen 2004 ging Jones im Weitsprung und mit der 4 x 100-m-Staffel an den Start, blieb aber in beiden Wettbewerben ohne Medaille.

    Jones gab im Oktober 2007 zu, während ihrer Karriere das Dopingmittel Tetrahydrogestrinon genommen zu haben und auch bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gedopt gewesen zu sein. Die Sprinterin verlor dadurch nicht nur alle olympischen Medaillen, der internationale Leichtathletikverband IAAF annulierte zudem alle ihre Ergebnisse seit September 2000 und verlangte darüber hinaus auch die Rückzahlung aller Einnahmen und Prämien. Anfang 2008 wurde Jones außerdem zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie zweimal unter Eid ausgesagt hatte, nie mit THG in Berührung gekommen zu sein.

    Olympische Erfolge

    (alle Medaillen wurden vom Internationalen Olympischen Komitee nachträglich wieder aberkannt)

    2000

    Gold 100 m

    Gold 200 m

    Gold 4 x 400-m-Staffel

    Bronze Weitsprung

    Bronze 4 x 100-m-Staffel