Marlies Göhr-Oelsner

    Aus Olympia-Lexikon.de

    deutsche Leichtathletin

    geboren: 21. März 1958 in Gera, Thüringen

    Am 1. Juli 1977 läuft Marlies Göhr in Dresden als erste Frau bei vollelektronischer Zeitmessung die 100 Meter unter 11 Sekunden (10,88 sec).

    Mit ihren internationalen Erfolgen, darunter olympische Medaillen und zwei Weltmeistertitel, und ihren Weltrekorden über die 100 m zählte die aus der ehemaligen DDR stammende Athletin zu den besten Sprinterinnen der siebziger und achtziger Jahre.

    In die Geschichte der Leichtathletik ging Marlies Göhr ein, als sie 1977 als erste Frau die 100 m unter 11 Sekunden lief (10,88 Sekunden). Sowohl bei Olympischen Spielen wie auch bei internationalen Wettbewerben konnte sie große Erfolge feiern. So gewann sie 1976 in Montreal ihre erste olympische Medaille mit der 4 x 100 m-Staffel und diese in Gold - ein Erfolg, den sie 1980 in Moskau wiederholen konnte. Bei diesen von den meisten westlichen Staaten boykottierten Spielen gewann sie außerdem Silber über die 100 m. Zwei Weltmeistertitel, die sie 1983 in Helsinki errang, und der mehrfache Gewinn der Europameisterschaft komplettieren die Erfolgsbilanz von Marlies Göhr. Zuletzt wurde sie 1988 bei Olympia Zweite mit der 4 x 100 m-Sprintstaffel.

    Olympische Erfolge

    1976

    Gold 4 x 100-m-Staffel (1976 unter dem Namen Oelsner)

    1980

    Gold 4 x 100-m-Staffel

    Silber 100 m

    1988

    Silber 4 x 100-m-Staffel