Martin Schmitt

    Aus Olympia-Lexikon.de

    deutscher Skispringer

    geboren: 29. Januar 1978 in Villingen

    Porträt des Skispringers Martin Schmitt, aufgenommen während des Golf-Benefizturniers "Spielend helfen" zugunsten der Schönwälder Kinderkrebsnachsorgeklinik Katharinenhöhe in Königsfeld/Schwarzwald.

    Der Shootingstar des Wintersports wurde mit seinen Erfolgen und seiner sympathischen und natürlichen Ausstrahlung zum Publikumsliebling und ließ das Skispringen zum Medienereignis werden.

    Zu seinen größten olympischen Triumphen zählt die Goldmedaille mit der Mannschaft bei den Spielen in Salt Lake City, die er mit seinem letzten Sprung sichern konnte: Mit 0,1 Punkten Vorsprung siegte das deutsche Team um Martin Schmitt und Sven Hannawald vor den Finnen, das knappste Ergebnis, das es je bei Olympia gab.

    Seine ersten Erfolge konnte der Jungstar in der Saison 1996/97 verbuchen, als er bei den Weltmeisterschaften in Trondheim Bronze mit der Mannschaft gewann. Ebenfalls mit dem Team gelang ihm in der folgenden Saison olympisches Silber in Nagano. Dass er zu den ganz großen Talenten seines Sports zählte, bewies der Student der Wirtschafts- und Sportwissenschaften im Winter 1998/99, als er den Gesamtweltcup für sich entscheiden und bei den Weltmeisterschaften in Ramsau einen zweifachen Titelgewinn feiern konnte (Großschanze und Teamwertung). Konstanz bewies Schmitt in der Saison 1999/2000, als er erneut den Gesamtweltcup gewann. Zu seinem Markenzeichen wurde der lila Helm, mit dem er als Werbeträger für einen berühmten Schokoladenhersteller vom Schanzentisch springt.

    Hatte er den Erwartungs- und Erfolgsdruck durch die Öffentlichkeit in seinen jungen Jahren gut verkraftet, erfolgte in der Saison 2000/01 ein kleines Leistungstief. Zur mentalen Verunsicherung trug vor allem die scheinbare Unbesiegbarkeit des plötzlich in Erscheinung getretenen Sprungwunders Adam Malysz aus Polen bei. Doch bei den Weltmeisterschaften 2001 im finnischen Lahti meldete sich Schmitt mit seinem Sieg von der Großschanze und Gold mit der Mannschaft (Großschanze) sowie Silber von der Normalschanze und nochmals Bronze mit dem Team (Normalschanze) eindrucksvoll zurück. Diese wechselhafte Saison beendete Schmitt mit dem zweiten Platz im Gesamtweltcup.

    Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City gewann er die Goldmedaille im Team; im gleichen Winter holte er den zweiten Platz bei der Skiflug-Weltmeisterschaft.

    In der Wintersaison 2002/2003 konnte er nicht mehr ganz an seine bisherigen Erfolge anknüpfen und wurde vor allem von seinem Teamkollegen Sven Hannawald überrundet. Schmitt wurde unter anderem vierter bei der WM im Teamspringen in Val di Fiemme und vierter beim Weltcup-Springen in Oberstdorf. Auch die Saison 2003/2004 war für Martin Schmitt, so wie für die deutsche Mannschaft insgesamt, wenig erfolgreich. Schmitt belegte lediglich Platz 20 beim Gesamt-Weltcup. Dies war die zweite medaillenlose Saison in Folge für das deutsche Team.

    Olympische Erfolge

    1998

    Silber Mannschaft

    2002

    Gold Mannschaft