Matti Nykänen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    finnischer Skispringer

    geboren: 17. Juli 1963 in Jyväskylä


    Der fünffache Olympiasieger, viermalige Gewinner des Gesamtweltcups und zweimalige Gewinner der Vierschanzentournee ist einer der erfolgreichsten Athleten in der Geschichte des Skispringens.

    Zu den größten Erfolgen des finnischen Ausnahmeathleten zählen die Olympiasiege, die er 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary erringen konnte. 1984 lieferte sich Nykänen einen packenden Zweikampf mit Jens Weißflog und platzierte sich mit Gold von der Großschanze vor und mit Silber von der Normalschanze hinter Weißflog (damals DDR). Calgary wurde zu Nykänens großem Triumph, der Titelgewinn in allen drei Wettbewerben (Großschanze, Normalschanze und Mannschaft) ließen ihn zum "König der Lüfte" werden. Seine Karriere krönte Nykänen außerdem mit dem zweimaligen Gewinn der Internationalen Vierschanzentournee (1982/83 und 1987/88) und vier Weltmeistertiteln. Unvergessen ist sein Erfolg am Osloer Holmenkollen 1982, als er bei dichtem Nebel eine Weite von 108,5 m erzielte und sich damit den WM-Titel sicherte.

    Nach seinem Rücktritt versuchte das Skisprung-Idol 1994 ein Comeback, das jedoch erfolglos blieb. Nykänen, der nach Beendigung seiner Laufbahn immer wieder durch Gewalttätigkeit aufgefallen war, wurde 2004 wegen schwerer Körperververletzung zu 26 Monaten Gefängnis verurteilt.

    Olympische Erfolge

    1984 Sarajevo

    Gold Großschanze
    Silber Normalschanze

    1988 Calgary

    Gold Großschanze
    Gold Kleinschanze
    Gold Mannschaft