Mittelstreckenlauf

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Regeln in Kürze

    Wie bei den Sprintstrecken werden auch hier in Vor-, Zwischen- und Halbfinalläufen die acht Teilnehmer für das Finale ermittelt.

    Wettkampfdisziplinen

    Es gibt Laufwettbewerbe über 800 m und 1 500 m bei Männern und Frauen.

    Früher fielen darunter vereinzelt auch die 400 m.

    Olympische Geschichte

    Sebastian Coe mit dem Union Jack nach seinem Triumph über die 1500 m in Los Angeles 1984.

    Olympisch sind die Mittelstreckenläufe für Männer seit Athen 1896.

    Für Frauen wurden die 800 m 1928 in Amsterdam in das Programm aufgenommen, dann aber wieder bis Rom 1960 gestrichen; die 1 500 m werden seit München 1972 ausgetragen.

    Olympische Erfolge

    Der Australier Edwin Flack siegte in Athen 1896 über beide Distanzen. Bei den Frauen war es eine Deutsche, die sich 1928 die erste Goldmedaille über die Mittelstrecke (800 m) erlaufen konnte, Lina Radke-Batschauer. Die erste Olympiasiegerin über 1 500 m wurde 1972 in München gekürt, Ludmilla Bragina (URS).

    Olympische Highlights

    Die Mittelstreckenläufe können in der olympischen Geschichte große Namen aufweisen: So z.B. die Doppelsieger Peter Snell (AUS), der in Tokio 1964 beide Strecken gewann, und der kubanische Läufer Alberto Juantorena (1976 Gold über 400 m und 800 m). Unvergessen auch der Brite Sebastian Coe (1980 und 1984 Gold über 1 500 m und Silber über 800 m).

    Neben Lina Radke-Batschauer (1928) waren 1972 Hildegard Falck (800 m) und Sigrun Wodars (DDR) 1988 (ebenfalls 800 m) für das deutsche bzw. das DDR Team in dieser Disziplin erfolgreich.

    Erster deutscher Olympiasieger über eine Mittelstrecken-Distanz war Nils Schumann: Er holte in Sydney 2000 vor dem Dänen Wilson Kipketer über 800 m Gold.