Muskelschmerz nach dem Training

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Fast jeder, der Sport treibt, hat schon einmal Bekanntschaft mit Muskelkater gemacht. In der Regel am Folgetag schmerzen die Muskeln teilweise so stark, dass die entsprechenden Körperteile kaum bewegt werden können. Doch wie entsteht Muskelkater und was kann man dagegen tun? Das folgende Video liefert einen kurzen Überblick:

    Ursache des Muskelkaters

    Lange Zeit gingen Sportler davon aus, dass Milchsäure in den Muskeln dazu führt, dass die Schmerzen und damit der Muskelkater entstehen. Mittlerweile weiß man jedoch, dass er durch Überbelastung entsteht, bei der es zu kleinen Rissen der Muskulatur kommt. Durch die sogannten Mikrorupturen bilden sich Ödeme, die dazu führen, dass die Faser anschwillt. Durch die Schwellung und die damit einhergehende Raumforderung entsteht der Schmerz.

    Muskeln vor dem Training aufwärmen

    Damit möglichst kein Muskelkater entsteht, ist es daher wichtig, dass die Muskeln ausreichend aufgewärmt werden, bevor mit dem Sport begonnen wird. Einige Minuten Laufen oder Fahrradfahren in moderatem Tempo sollten immer vorangehen. Die Durchblutung wird gesteigert und die Muskulatur kann sich besser dehnen. Trotzdem müssen Sportler darauf achten, dass sie sich nicht während des Trainings überlasten.

    Belastung dem Können anpassen

    Besonders wenn Anfänger sich mit dem Muskelaufbau beschäftigen, sollten sie sich von einem erfahrenen Sportler anleiten lassen und Übungen durchführen, die möglichst große Muskelgruppen trainieren. Schon am Anfang mit freien Hanteln zu trainieren, ist in vielen Fällen nicht sinnvoll, da hier eine hohe Koordinationsfähigkeit vorausgesetzt wird. Während in den ersten Wochen nur wenige Sätze mit bis zu 15 Wiederholungen gemacht werden, schwenken die Sportler danach um und erhöhen die Gewichte, wodurch sie nur noch maximal acht Wiederholungen pro Satz schaffen. So können sich langsam aber sicher Muskeln aufbauen.

    Mikrorupturen für Muskelaufbau

    Sportler, die bereits länger trainieren, sollten ebenfalls eine Runde zum Aufwärmen nicht vernachlässigen, damit Verletzungen möglichst vermieden werden. Allerdings ist es im Kraftsport durchaus üblich, dass bis zur Überlastung trainiert wird, damit kleine Verletzungen der Muskelfasern auftreten. Die Theorie dahinter besagt, dass durch die Reparaturen ein stärkerer Wachstum folgt und schneller ein Erfolg zu sehen ist.

    So sollte allerdings nur trainiert werden, wenn eine große Erfahrung vorhanden ist und die Kraftsportler ihren Körper genau kennen. Nur so können sie einschätzen, welche Belastungen sie ihm zufügen können, ohne dass es zu Schäden kommt. Würde ein Anfänger auf diese Weise trainieren, ist es quasi absehbar, wann beispielsweise eine Sehnenscheidenentzündung auftritt.

    Keinen Einfluss auf einen möglichen Muskelkater haben Nahrungsergänzungsmittel, die von vielen Bodybuildern und Kraftsportlern eingenommen werden. Sie sollen aber bewirken, dass der Muskelaufbau schneller stattfindet, als wenn sie ohne diese Mittel Sport treiben würden. Welche in Frage kommen, erfahren Interessierte unter muskelaufbau.de. Für Menschen, die ihren Sport nur ein paar Mal in der Woche als Hobby ausüben, haben die Mittel aber im Allgemeinen keinen nachgewiesenen Effekt.