Olympischer Kongress

    Aus Olympia-Lexikon.de

    eine beratende Versammlung von Sportexperten für das Internationale Olympische Komitee (IOC). Auf dem Kongress treffen sich die 100 persönlichen Mitglieder des IOC, jeweils drei Vertreter der 196 Nationalen Olympischen Komitees (NOK's), Vertreter der 33 Internationalen Fachverbände mit olympischen Sportarten sowie Sportler und Medienvertreter, auch sie mit Rederecht. IOC, NOK's und Fachverbände sind die drei tragenden Säulen der olympischen Bewegung. Sie beraten das IOC, das dann allein auf seiner Vollversammlung (Session) die Entscheidungen trifft.

    Der erste Olympische Kongress fand 1894 in Paris statt, wo die modernen Olympischen Spiele begründet, der Grieche Demetrius Bikelas zum ersten IOC-Präsidenten und der "Erfinder" Pierre de Coubertin zum Sekretär gewählt wurden.

    Olympische Kongresse sollen in der Regel alle acht Jahre abgehalten werden und den Kurs der olympischen Bewegung an die Zeit anpassen, neue Ideen erörtern, Probleme beraten. In Baden-Baden 1981 waren die Weichen für die Kommerzialisierung der Spiele gestellt und die Empfehlung ausgesprochen worden, die "Amateur-Regel" abzuschaffen und Profis zuzulassen, was dann in Seoul 1988 Wirklichkeit wurde.