Paralympics

    Aus Olympia-Lexikon.de

    auch: Paralympische Spiele;

    Einleitung

    Die Paralympics sind olympiaähnliche Wettkämpfe für Behindertensportler, die etwa zwei Wochen nach Abschluss der Olympischen Spiele in fast allen Sportarten und unterschiedlichen Klassen (je nach Art der Behinderung) ausgetragen werden. Veranstalter ist das Internationale Paralympische Komitee (IPC).

    Regeln in Kürze

    Die Sportler unterteilen sich in fünf Hauptklassen (bei Männern und Frauen gleich):

    • Blinde und Sehbehinderte
    • spastisch Gelähmte
    • Rollstuhlfahrer/Querschnittsgelähmte
    • Amputierte und anders körperlich Behinderte
    • geistig Behinderte.

    Je nach Schwere der Behinderung sind die Hauptklassen in weitere Schadensklassen unterteilt.

    Geschichte

    Die Geschichte der Paralympics begann 1948 im englischen Stoke Mandeville. Dort wurde die erste Sportveranstaltung für Rollstuhlfahrer ausgetragen. Die ersten "Weltspiele der Gelähmten" fanden 1960 in Rom statt. Seit 1960 wurden sie alle vier Jahre ausgetragen, immer im gleichen Jahr wie die Olympischen Spiele. Von 1976 bis 1984 liefen die Weltspiele unter dem Namen "Olympische Spiele der Behinderten" ab. 1976 gab es erstmals auch Winterspiele für Behindertensportler. Erst seit den Spielen in Seoul 1988 existiert die Bezeichnung Paralympics. In Seoul konnten die Sportler außerdem zum ersten Mal ihre Wettkämpfe in den Sportanlagen der olympischen Spiele austragen. Bei den Sommerspielen 2004 in Athen traten etwa 4 000 paralympische Athleten aus 130 Ländern in 18 Sportarten (und 566 Wettkämpfen) gegeneinander an.