Rückenschwimmen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Stilart im Schwimmen.

    Wettkampfdisziplinen

    Wettkampfdisziplinen sind: Männer und Frauen: 100 m, 200 m sowie eine Lage in den Lagenwettbewerben.

    Rückenschwimmen

    Technik

    Schwimmstil, der der in seinem Bewegungsablauf dem Freistilschwimmen ähnlich ist; er wird jedoch in der Rückenlage ausgeführt. Geschwindigkeit wird vor allem durch die rotierende Armbewegung erzielt (Drehung um die Körperlängsachse).

    Regeln in Kürze

    Kurz vor den Olympischen Spielen in Sydney beschäftigte sich die Fachwelt mit der korrekten Regelauslegung. Der amerikanische Schwimmer Neil Walker fand einen Interpretationsspielraum im Wendevorgang, den er zu seinen Gunsten zu nutzen wusste. Er führte nach der Drehung in die Brustlage kräftige Kraulbeinschläge durch. Nach allgemeiner Regelauffassung ist dies nicht erlaubt. Neil wurde bei der Kurzbahn-WM in Athen nicht disqualifiziert, womit die Diskussion um die korrekte Auslegung der Regeln ins Rollen kam.

    Ein Beinschlag ist hinzunehmen, wenn er Teil eines Wendevorganges ist. Dabei muss der Schwimmer in seiner Ganzheit betrachtet werden. Allein die Formulierung "Schwimmer als Ganzheit" deutet schon darauf hin, dass die Schiedsrichter vor der schwierigen Aufgabe stehen zu entscheiden, ob vom Schwimmer nach dem Drehen auf den Bauch ein Beinschlag ausgeführt wird und dann auch gleich die Wende eingeleitet wird (erlaubt) oder ob der Beinschlag in einem Moment erfolgt ist, in dem die Wende noch nicht eingeleitet worden ist (nicht erlaubt).

    Olympische Geschichte

    In Paris 1900 wurde das Rückenschwimmen in das olympische Programm aufgenommen.

    Zur Geschichte des Schwimmens allgemein siehe Schwimmen.

    Olympische Erfolge

    Erfolgreichste Rückenschwimmerin der letzten Jahre ist die Ungarin Krisztina Egerszegy mit viermal Gold (über beide Strecken in Barcelona 1992; über 200 m in Seoul 1988 und Atlanta 1996) und einmal Silber über 100 m in Seoul, damals hinter Kristin Otto.