Radsport

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    Radsport

    Allgemeines

    Radsport ist die Sammelbezeichnung für sämtliche Sportarten, die mit dem Fahrrad ausgeführt werden. Disziplinen sind Bahnradsport, Straßenrennen, Mountainbike und BMX. Der Internationale Fachverband (FIAC) wurde 1900 gegründet, ihm gehören 148 Landesverbände an.

    Geschichte der Sportart

    Vorformen eines Fahrrades finden sich bereits in Skizzen von Leonardo da Vinci um 1500. Im 19. Jahrhundert ging die Entwicklung rasant voran: die Laufmaschine von Drais (1818), Tretkurbel (1845), Hochrad mit Hinterradantrieb, Felge (1875), Kette (1885), Luftreifen (Dunlop 1888), Freilaufnabe (Sachs 1900).

    Sportliche Rennen gab es schon um 1820 in Paris auf Draisinen, 1865 fand in Amiens das erste Straßenrennen statt. Bahnrennen wurden in England seit 1868, in Deutschland seit 1882 ausgetragen.

    Olympische Geschichte

    Sein olympisches Debüt gab der Radsport mit sechs Wettbewerben auf Bahn und Straße schon in Athen 1896 und gehört damit zu den wenigen Sportarten, die von Beginn der modernen Spiele an immer Bestandteil des olympischen Programms waren. Allerdings variierten die Wettbewerbe stark. Die Frauen wurden erstmals in Los Angeles 1984 mit dem Einzel-Straßenrennen ins olympische Programm aufgenommen. Seit 1988 dürfen auch die Radprofis an den olympischen Wettbewerben teilnehmen.

    In Peking 2008 wurde BMX-Racing zum ersten Mal als olympische Disziplin ausgetragen.

    Olympische Erfolge

    Erfolgreichster Teilnehmer gemessen an der Medaillenanzahl ist der britische Bahnradspezialist Bradley Wiggins, der von 2000 bis 2008 insgesamt sechs Mal auf dem Treppchen stand. Die meisten Goldmedaillen, nämlich vier, hat mit Chris Hoy ebenfalls ein Brite. Eine Dominanz der Radfahrer aus dem Vereinigten Königreich lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Die erfolgreichsten Sportler kommen aber fast ausschließlich aus Europa.