Riesenslalom

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Martina Ertl (Silber), Deborah Compagnoni (Gold) und Vreni Schneider (Bronze) bei der Siegerehrung im Riesenslalom bei den Olympischen Spielen in Lilliehammer.

    Riesenslalom ist eine der technischen Disziplinen im Alpinen Skisport, die in zwei Durchgängen auf Zeit ausgefahren wird. Ziel ist es, einen mit Toren abgesteckten Hang möglichst schnell und fehlerfrei zu bewältigen, wobei die Riesenslalomtore weiter gesteckt sind als die Slalom-Kippstangen.

    Regeln in Kürze

    Der Kurs: Auf einer Strecke von ca. 1000 m mit werden in etwa 60 Tore gesteckt (abwechselnd rot und blau). Die genaue Zahl der Tore orientiert sich an der Höhendifferenz. Der Höhenunterschied muss bei den Herren wie auch bei den Damen mindestens 300 m betragen. Die zu fahrenden Kurven sind weniger eng als beim Slalom; des weiteren enthält ein Riesenslalomkurs auch einige flache Stücke, sogenannte Gleitpassagen.

    Modus: Der Gesamtsieger wird nach zwei Durchgängen ermittelt, wobei im ersten Lauf nach Rangliste, im zweiten nach dem Ergebnis des ersten in der Reihenfolge von Platz 15 bis 1 und dann weiter mit dem 16. usw. gestartet wird.

    Geschichte der Disziplin

    Zur Geschichte des Alpinen Skisports siehe Ski Alpin.

    Olympische Geschichte

    Der Riesenslalom wurde zu den Spielen in Oslo 1952 in den Kanon der Alpinen Skiwettbewerbe aufgenommen.

    Olympische Erfolge

    Alberto Tomba bei den Olympischen Spielen von Calgary 1988, wo er Gold im Slalom und Riesenslalom gewann.

    Ossi Reichert gewann den Riesenslalom in Cortina 1956. Christa Kinshofer-Güthlein sicherte sich 1988 Silber in dieser Disziplin hinter Vreni Schneider, der erfolgreichsten Olympia-Teilnehmerin im Ski Alpin.

    In Lillehammer 1994 gewann Markus Wasmeier aus Schliersee den Wettbewerb, neben seiner auch im Super-G errungenen Goldmedaille war dies die erste olympische Medaille deutscher Herren im Skisport überhaupt.