Robert "Bob" Beamon

    Aus Olympia-Lexikon.de

    amerikanischer Leichtathlet

    geboren: 29. August 1946 in New York

    Bob Beamon bei seinem Weltrekordsprung in Mexico City 1968.

    Der Olympiasieger im Weitsprung von 1968 ging mit seinem sensationellen Weltrekord von 8,90 m in die Geschichte der Leichtathletik ein. Mit diesem Satz verbesserte er den bestehenden Weltrekord seines Landsmanns Ralph Boston um 55 cm und es sollte 23 Jahre dauern, bis Bob Beamons Jahrhundert-Sprung überboten werden sollte.

    Beamon wuchs als Waisenkind in New York City (Queens) auf und besuchte dort eine Hilfsschule. Im Sport lag die Chance zum sozialem Aufstieg und nachdem er sich zunächst im Basketball versucht hatte, widmete er sich als Jugendlicher intensiver der Leichtathletik. Mit fünfzehn Jahren sprang er bereits 7,34 m. Man erkannte sein Talent und holte ihn an die Universität von El Paso. 1967 belegte er bei den amerikanischen Meisterschaften mit einer Weite von 7,84 m den dritten Platz, dies bedeutete zugleich die Qualifikation für die Olympischen Spiele im Folgejahr.

    In Mexiko gelang Bob Beamon am 18. Oktober 1968 der "Sprung ins nächste Jahrhundert", sein erster Versuch im olympischen Finale brachte zugleich die Entscheidung: 8,90 m bedeuteten den Sieg und einen für lange Zeit unantastbaren Weltrekord. Geholfen hatte ihm dabei neben der Höhenluft Mexico-Citys (2 240 m ü. NN) auch der Rückenwind. Seine Rekordweite blieb bis 1991 ungeschlagen, dann verbesserte sie der Amerikaner Mike Powell auf 8,95 m.

    Bob Beamon konnte diese einmalige Leistung nie wiederholen.

    Nach seiner aktiven Laufbahn als Leichtathlet zog er gemeinsam mit dem Basketballteam Harlem Globetrotters durch die Welt. Außerdem arbeitete er als Weitsprungtrainer in Mexiko, Discothekenbesitzer, Sozialarbeiter und im Bereich der Talentförderung in Florida.

    Olympische Erfolge

    1968

    Gold Weitsprung mit der Weltrekordweite von 8,90 m

    Weblinks

    Beamon, Bob