Robert "Bob" Mathias

    Aus Olympia-Lexikon.de

    amerikanischer Leichtathlet

    geboren: 17. November 1930 in Tulare

    gestorben: 2. September 2006 in Fresno


    Als Bob Mathias 1948 im dritten Zehnkampf seines Lebens Olympiasieger wurde, war das allein schon eine bemerkenswerte Tatsache. Freilich fehlten dabei die schärfsten Konkurrenten aus der UdSSR, die sich erst Jahre später der olympischen Bewegung anschloss. Außerdem stand gerade dieser Wettbewerb nach den Kriegswirren wieder vor einem Neubeginn. Sensationell an Mathias Olympiasieg in London mutete eher an, dass der Gewinner noch nicht einmal 18 Jahre alt war. Viele hielten ihn für einen Glückspilz, einen Zufallssieger, der die Gunst der Stunde genutzt hatte. Schon zwei Jahre später bewies Mathias das Gegenteil. Mit 8 042 Punkten (nach alter Wertung) überbot er als erster die 8 000-Punkte-Marke, eine Traumgrenze der internationalen Leichtathletik. Bob Mathias rückte in die Schlagzeilen der Presse, wie das noch keinem Meister dieser Disziplin gelungen war.

    1952 krönte er seine Laufbahn mit der Wiederholung des Olympiasieges in Helsinki. 1956 bestritt er nach vierjähriger Pause seinen zehnten und letzten Zehnkampf. Der Allround-Sportler - er war auch ein Star des Football und des Basketballs - hatte sich auch als Hauptdarsteller einer Verfilmung der Bob-Mathias-Story einen Namen gemacht. Später fungierte er in vielen Rollen als Attraktion amerikanischer Fernsehserien.

    Olympische Erfolge

    1948

    Gold Zehnkampf

    1952

    Gold Zehnkampf