Robert "Bobby" Morrow

    Aus Olympia-Lexikon.de

    amerikanischer Leichtathlet

    geboren: 15. Oktober 1935


    1956, das Jahr des Sprinters Bobby Morrow, war ein besonders ereignisreiches Jahr im Kurzstreckenlauf. Zahlreiche amerikanische Athleten profilierten sich im Vorfeld der Olympischen Spiele in Melbourne mit Weltklassezeiten. Dave Sime lief Weltrekorde über 200 m und 220 Yards, erlitt aber einen Muskelriss. Willie Williams lief 100-m-Weltbestleistung in 10,1 Sekunden, konnte sich aber wegen einer Zerrung nicht für Olympia qualifizieren. Ira Murchinson kam ebenfalls auf diese 10,1 Sekunden, befand sich aber in Melbourne nicht mehr in Bestform.

    Am wenigsten unter den Spitzenkönnern fiel Bobby Morrow auf, obwohl er bei den US-Meisterschaften sowie bei den Olympia-Ausscheidungen jeweils die 100 m und 200 m gewonnen hatte. Zwei Monate vor den Spielen erkrankte er an einer schweren Darmgrippe und verlor zwölf Pfund Gewicht. Mit eisernem Training brachte er sich wieder in Form und gewann - unter diesen Umständen sensationell - drei Goldmedaillen (100 m, 200 m, 4 x 100-m-Staffel). Später kam der Sprinter aus Texas trotz vieler Anläufe nie mehr zu größeren Erfolgen.

    Olympische Erfolge

    1956

    Gold 100 m

    Gold 200 m

    Gold 4 x100-m-Staffel