Roger Federer

    Aus Olympia-Lexikon.de

    schweizerischer Tennisspieler

    geboren: 8. August 1981 in Basel


    Einer der besten Tennisspieler aller Zeiten. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann er mit seinem Doppelpartner Stanislas Wawrinka Gold für die Schweiz.

    Erste Teilnahme an einem ATP-Tennisturnier im Alter von 17 Jahren; bei den Olympischen Spielen 2000 im australischen Sydney vierter Platz; 2001 Viertelfinale in Wimbledon und bei den French Open.

    Nach einem durchwachsenen Saisonbeginn 2003 startete Federer durch und zählt seitdem zu den Weltklassespielern des Tennissports: Neben vier Davis Cup-Siegen in der Schweiz und mehreren ersten Plätzen in weiteren großen Tennisturnieren gewann er in Wimbledon sein erstes Grand-Slam-Turnier. Für seine Leistung wurde er mit dem Titel "Schweizer Sportler des Jahres" geehrt. Im Folgejahr siegte Federer bei den Australian Open, den US Open und erneut in Wimbledon. Sein Name wird seit seinem Sieg bei den Australian Open in der ATP-Bestenliste an erster Stelle geführt.

    Endgültig sicherte sich der Schweizer aber 2005 einen Platz im Tennisolymp, als er den Hattrick in Wimbledon schaffte, eine Leistung, die vor ihm nur der Tennislegende Björn Borg sowie Pete Sampras gelang. In diesem Jahr schaffte Federer außerdem mit 35 Siegen in Folge die fünftlängste Siegesserie in der Geschichte des Profi-Tennis.

    2006 gewann Federer die Australian Open, die US Open und erneut Wimbledon und wurde, wie schon im Vorjahr, zum Weltsportler des Jahres gewählt. Diesen Titel erhielt er auch 2007, wodurch er mit drei dieser Auszeichnungen hintereinander einen weiteren Rekord inne hat. Mit seinem fünften Sieg in Folge beim Turnier in Wimbledon stellte Federer 2007 den Weltrekord von Björn Borg ein.

    Federer beendete die Jahre 2004 bis 2007 jeweils an der Spitze der Weltrangliste. Dies war zuvor nur Jimmy Connors, John McEnroe und Pete Sampras gelungen. Er ist nicht nur der einzige Spieler, dem es gelang, dreimal in einem Jahr drei der vier Grand-Slam-Turniere zu gewinnen, sondern auch der einzige, der jemals in zwei aufeinander folgenden Jahren in allen vier Turnieren dieser Kategorie die Finals erreichte. Mittlerweile konnte Federer die ihm zu Beginn seiner Karriere nachgesagte Sandplatzschwäche beheben und ist somit auf allen Belägen ein Sieganwärter.

    2008 gewann Federer bei den Olympischen Spielen in Peking zwar Gold im Doppel, musste aber nach 237 Wochen die Weltranglistenführung an seinen langjährigen Rivalen Rafael Nadal abgeben. Es gelang ihm außerdem im Gegensatz zu den Jahren davor nicht mehr, eines der vier Grand-Slam-Turniere zu gewinnen. In Peking schied er im Einzel schon im Viertelfinale aus.

    Im Jahr 2003 rief Federer eine Stiftung ins Leben, die Kinderhilfsprojekte, vor allem in Südafrika, unterstützt. Seit 2006 ist er UNICEF-Botschafter.

    Olympische Erfolge

    2008

    Gold im Doppel mit Stanislas Wawrinka