Rudolf Harbig

    Aus Olympia-Lexikon.de

    deutscher Leichtathlet

    geboren: 8. November 1913 in Dresden

    gestorben: 5. März 1944 bei Kirowograd


    Seinen großen Ruf als Ausnahmeleichtathlet begründete Harbig 1939 mit zwei Weltrekordläufen, beide im Duell mit seinem großen Gegenspieler Mario Lanzi (Italien). Die 400-m-Bestleistung von 46,0 Sekunden, die er am 12. August 1939 in Frankfurt aufstellte, hatte neun Jahre Bestand, ehe Herbert McKenley (Jamaika) 1947 45,9 Sekunden lief. Den deutschen Rekord Harbigs verbesserte Karl Kaufmann erst 1959.

    Eine für die damalige Zeit geradezu unglaubliche Leistung vollbrachte Harbig am 16. Juli 1939 in Mailand. Über 800 m schraubte er den Weltrekord auf 1:46,6 Minuten, eine Fabelzeit, mit der Harbig seiner Zeit weit voraus war. Dieser Rekord hatte 16 Jahre lang Gültigkeit, ehe ihn der Belgier Roger Moens verbesserte.

    Dem Ausnahmeathleten zum Gedenken wird seit 1950 jedes Jahr bei den Deutschen Leichtathletik Meisterschaften der "Rudolf-Harbig-Preis" verliehen. Zu den Preisträgern, ausgezeichnet wegen ihrer Verdienste um den Sport und ihres vorbildhaften Auftretens, zählen unter anderem die zweimalige Olympiasiegerin im Hochsprung Ulrike Meyfarth und der Langstrecken-Olympiasieger Dieter Baumann.

    Olympische Erfolge

    1936

    Bronze 4 x 400-m-Staffel