Sechskampf

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Seit 1996 ausgeübter turnerischer Wettkampf für Männer aus sechs Kürübungen an Barren, Reck, Ringen, Seitpferd, Boden und Pferd. Das weibliche Pendant ist ebenfalls seit 1996 der Vierkampf.

    Regeln in Kürze

    Die erste Medaillenentscheidung bei Olympischen Spielen ist das Mannschaftsturnen an sechs Geräten in der Kür. Welche Teams an diesem Wettbewerb teilnehmen, wird über eine Qualifikation entschieden, die den Auftakt für die Wettbewerbe bildet. Die Ergebnisse aus der Qualifikation entscheiden auch darüber, welche Turner am Einzelmehrkampf teilnehmen.

    Die einzelnen Teile der Übungen werden nach ihrem Schwierigkeitsgrad bewertet. Es gibt A- (einfach), B- (mittel), C- (höher), D- (hoch) und E-Teile (sehr hoch). Neue Übungen werden oft nach dem Sportler benannt, der sie einführte. So führte Eberhard Gienger im Reckturnen den "Gienger-Salto" ein, einen Flugteil mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad.

    Olympische Geschichte

    Olympisch (als Zwölfkampf: je eine Pflicht und eine Kür in den sechs Disziplinen) seit Berlin 1936. Der Sechskampf löste 1996 den Zwölfkampf der Männer ab.

    Olympische Erfolge

    Seit Helsinki 1952 beherrschten die sowjetischen und die japanischen Männer das Geschehen in der Mannschaft. In Seoul 1988 und Barcelona 1992 gelang es den sowjetischen Turnern bzw. den Athleten aus der GUS, im Einzelmehrkampf jeweils die ersten drei Plätze zu belegen. Alfred Schwarzmann und die deutsche Mannschaft siegten in Berlin 1936.