Skispringen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Skispringen ist ein Teilbereich von Ski Nordisch.

    Die Wettkampfdisziplinen sind Springen von der Normalschanze (90 m), Springen von der Großschanze (120 m) und Mannschaftsspringen von der Großschanze (120 m).

    Regeln in Kürze

    Modus

    Der Wettkampf wird in zwei Durchgängen ausgetragen. Wertungsrichter errechnen aus Weite und Haltungsnoten die Gesamtnote, die für die Platzierung maßgebend ist. Ausschlaggebend ist vor allem die erzielte Weite, bei der so genannten Haltung wird hauptsächlich auf eine elegante Landung wert gelegt. Die so genannte Telemarklandung besteht aus einem Ausfallschritt.

    Eine Mannschaft besteht aus vier Springern, von denen drei gewertet werden.

    Der Normpunkt

    bedeutet die Weite, die von den Springern gefahrlos erreicht werden kann. Liegt der Normpunkt nicht über 90 m, spricht man von Normalschanzen, auf Großschanzen sind Weiten von 120 m und mehr möglich.

    Der K-Punkt (kritischer Punkt)

    bezeichnet jene Stelle, an der die Neigung des Sprunghügels so gering wird, dass die Gefahr von Stürzen enorm zunimmt.

    Der Sprungstil

    Mehrmals hat sich der Flugstil der Springer geändert, die Pioniere sprangen noch mit nach vorne gestreckten Armen. Schließlich setzte sich der V-Stil durch, bei dem der Springer die Ski extrem in V-Form stellt.

    Kurioses

    Einer der unglücklichsten Teilnehmer an olympischen Skisprungwettbewerben war sicherlich der Österreicher Sepp Bradl - 1936 erster Springer über 100 m -, dem es nie glückte, eine Medaille zu gewinnen.

    Geschichte der Sportart

    Vor rund 150 Jahren begann man in Norwegen auf Skiern zu springen. Der erste Weltrekord wird dem Norweger Hemmestveit zugeschrieben, der 1879 auf eine Weite von 23 m kam.

    Olympische Geschichte

    Das Springen von der (kleinen) Normalschanze (70 m, später 90 m) stand bereits bei den ersten offiziellen Winterspielen in Chamonix 1924 auf dem Programm.

    Der Wettbewerb von der großen Schanze (90 m, später 120 m) wurde in Innsbruck 1964 eingeführt, das Mannschaftsspringen (Großschanze 90 m, später 120 m) in Calgary 1988.

    Olympische Erfolge

    Im ersten olympischen Wettbewerb setzten sich die Norweger durch (siehe auch Nordische Kombination), die ihre Dominanz bis Cortina 1956 aufrecht erhalten konnten. Dort gab es den ersten finnischen Sieg durch Antti Hyvärinen und durch den Dritten Harry Glaß die erste olympische Medaille für einen Sportler aus der DDR.

    DDR-Springer waren auch danach überaus erfolgreich, so z.B. Helmut Recknagel, der in Squaw Valley 1960 als erster nicht-skandinavischer Springer einen Olympiasieg erringen konnte. In der wiedervereinigten Mannschaft in Lillehammer 1994 holte sich Jens Weißflog, der schon 1984 Gold und Silber ersprungen hatte, zehn Jahre nach seinem ersten olympischen Erfolg nochmals Gold auf der Großschanze und mit der Mannschaft.

    Vor dem zweiten Weltkrieg war der Norweger Birger Ruud der erfolgreichste Springer.


    Weblinks

    Skispringen

    Biomechanik im Sport

    Ammann, Simon

    Weißflog, Jens

    Hannawald, Sven

    Hocke, Stephan

    Uhrmann, Michael