Snowboard
Aus Olympia-Lexikon.de
Snowboard ist eine junge Wintersportart, "Surfen auf Schnee".
Olympische Wettkampfdisziplinen sind Parallel-Riesenslalom, Halfpipe und Snowboard-Cross.
Inhaltsverzeichnis |
Parallel-Riesenslalom
Modus
Jeweils zwei Snowboarder treten gegeneinander an; nur der Gewinner aus jedem Paar kommt weiter.
Die Piste
Der Hang muss eine Höhendifferenz von 120 bis 200 m aufweisen. Die Tore sind immer bei der kurzen Stange zu umfahren.
Halfpipe
Wettbewerb mit Sprüngen in einem Schneekanal in der Form einer halben Röhre.
Modus
Qualifikationsrunde (zwei Läufe), in der sich jeweils die besten sechs Frauen und zehn Männer direkt qualifizieren. Die Finalrunde besteht aus zwei Durchgängen.
Die Kampfrichter müssen für die Wertung der Athleten den jeweiligen Schwierigkeitsgrad selbst einschätzen (von normal bis schwierig). Pro Kategorie können jeweils 10 Punkte vergeben werden. Durch Addition der einzelnen Werte ergibt sich die Gesamtpunktzahl für den Athleten. Sieger ist der mit der höchsten Anzahl an Punkten.
Punkteabzüge gibt es bei Gebrauch der Hand zur Stabilisierung und bei Stürzen.
Wertungskriterien
Es zählt Vielfalt, Schwierigkeit und Ausführung der Tricks, Sprünge und Manöver.
Wertungskategorien
Standardmanöver, Rotationen, Amplitude, Landung, Technischer Wert.
Snowboard-Cross
In das olympische Programm 2006 wurde die Disziplin Snowboard-Cross eingeführt, die verschiedene Elemente des Snowboardens verbindet.
Modus
In der Qualifikation fahren die Teilnehmer einzeln auf Zeit, anschließend fahren die 16 schnellsten Frauen bzw. die 32 schnellsten Männer nach K.o.-System die Plätze aus. Dabei treten jeweils vier Athleten im direkten Duell an. Die beiden Schnellsten jedes Laufes kommen in die nächste Runde.
Die Piste
In einem künstlich angelegten Parcours müssen Steilkurven (Banks) durchfahren, Sprünge bewältigt und Bodenwellen ausgeglichen werden.
Kurioses - der erste "Dopingfall"
Zum ersten Mal olympisch, hatte die Trend-Sportart Nummer Eins bereits ihren ersten Skandal aufzuweisen:
Der Olympiasieger im Riesenslalom, Ross Rebagliati (CAN), geriet in die Schlagzeilen, weil ihm bei der Dopingprobe Marihuana -Konsum nachgewiesen wurde. Die positive Probe des Kanadiers blieb gemäß Entscheid des internationalen Sportgerichtshofes (CAS) ohne Konsequenzen. Der Fall wirft die Frage auf, inwieweit Drogenkonsum als Doping zu werten sei. (Siehe auch "Dopingfälle".)
Geschichte der Sportart
Die Geschichte des noch jungen Sports geht zurück auf den Amerikaner Sherman Oppen, der 1965 eine Sportartikelfirma zur Herstellung eines Plastik-Snowboards überredete. Gut zehn Jahre später erstellte Burton Carpenter, ebenfalls Amerikaner, ein Board mit Wasserski-Bindungen.
Der Ursprung der heutigen Trend-Sportart liegt also in den Vereinigten Staaten. Erst Mitte der Achtziger wurde vom damaligen internationalen Snowboardverband ISF (International Snowboard Federation) die erste WM ausgetragen.
Olympische Geschichte
1995 nahm das IOC Snowboard ins olympische Programm auf. Nagano 1998 bedeutete die Premiere mit den Einzeldisziplinen Riesenslalom und Halfpipe (Männer und Frauen), Snowboard wurde also nicht zunächst als Demonstrationssportart vorgestellt.
Parallel-Riesenslalom statt Riesenslalom gibt es für Männer und Frauen seit Salt Lake City 2002.
Weblinks