Sprint

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Da sich der Hürdenläufer Harrison Gillard 1948 in London für seine Disziplin nicht qualifizieren konnte, trat er im 100-m-Sprint an - und gewann!

    Regeln in Kürze

    In den olympischen Wettbewerben in der Leichtathletik (es gibt auch Sprintstrecken im Radsport, Eisschnelllaufen, Short Track und Langlauf) werden über Vor-, Zwischen- und Halbfinalläufe jeweils die acht Schnellsten für die Finalläufe ermittelt.

    Wettkampfdisziplinen sind für Männer und Frauen über 100 m, 200 m, 400 m.

    Skandale

    Ben Johnson wurde nach seinem Sieg über Carl Lewis in einem dramatischen Finallauf (Seoul 1988) des Dopings überführt und disqualifiziert.

    Olympische Geschichte

    Wettbewerbe im Sprint sind seit den ersten Spielen der Neuzeit in Athen 1896 (100 m und 400 m Männer) fester Bestandteil des olympischen Programms.

    In Paris 1900 kamen die 200 m der Männer hinzu; die Frauen starten seit Amsterdam 1928 (100 m) in Sprintdisziplinen, die London 1948 um die 200 m und Tokio 1964 um die 400 m erweitert wurden.

    Olympische Highlights

    Start zum ersten olympischen 100-m-Rennen in Athen 1896.

    Sprinterinnen und Sprinter standen schon immer im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses bei Olympia.

    Erste Goldmedaillengewinner bei den Frauen waren über 100 m (1928) Elizabeth Robinson (USA), über 200 m (1948) Fanny Blankers-Koen (NED) und über 400 m (1964) Betty Cuthbert (AUS); bei den Männern hießen die ersten Sieger über 100 m und 400 m (1896) Thomas Burke (USA), über 200 m (1900) John Walter Tewksbury (USA).

    Klingende Namen, die der Sprint hervorbrachte, sind Jesse Owens, Armin Hary, Carl Lewis, Michael Johnson oder Usain Bolt.

    Armin Hary schaffte als einziger Deutscher einen Olympiasieg auf den Sprintstrecken, in Rom 1960.