Stabhochsprung

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Stabhochspringen ist eine Sprungdisziplin in der Leichtathletik für Frauen und Männer, bei der sich der Springer/ die Springerin mit Hilfe eines Sprungstabes aus Glasfieber über die Latte schwingt.

    Regeln in Kürze

    Nach einer geforderten Qualifikationshöhe kommen (mindestens) 12 Sportler ins Finale, wo mit neuen Höhen begonnen werden darf. Jedem Sportler stehen bei jeder Höhe maximal drei Versuche zu, reißt er die Sprunglatte zum drittenmal, scheidet er aus.

    Das Sportgerät

    Für den Stab schreiben die Regeln weder Material noch Länge oder Dicke vor. Wohl auch deshalb wurde er in seiner Struktur immer wieder verändert, vom Bambusstab (bis etwa 1945) über den Stahlstab bis zum heutigen, etwa seit 1960 verwendeten Glasfiberstab (siehe auch Bananenstab). Jeder Springer benutzt seine eigenen Stäbe.

    Olympische Geschichte

    Wie der Hoch-, Weit-, und Dreisprung ist auch der Stabhochsprung bereits seit Athen 1896 olympisch. Seit Sydney 2000 ist Stabhochsprung auch für Frauen olympische Disziplin.

    Olympische Erfolge

    Bis Mexico City 1968 gewannen Amerikaner sämtliche Goldmedaillen, ehe erstmals in München 1972 Wolfgang Nordwig (DDR) in diese Phalanx einbrach. Wolfgang Reinhardt und Klaus Lehnertz hatten in Tokio 1964 Silber und Bronze gewonnen, was Claus Schiprowski und Nordwig in Mexico City 1968 auch glückte.

    Der Sowjetrusse Sergej Bubka beherrschte seit 1983 die Wettbewerbe und die Weltrekorde, gewann auch erwartungsgemäß in Seoul 1988 Gold, verfehlte aber in Barcelona 1992 die Medaillenränge, weil er vorher mit drei Fehlversuchen ausschied.