Staffellauf

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    Staffellauf

    Staffellauf ist ein Mannschaftswettbewerb in der Leichtathletik, bei dem die Läufer/Läuferinnen nacheinander starten; der Wechsel erfolgt durch Übergabe des Staffelstabes.

    Bei Männern und Frauen werden Staffelwettbewerbe über 4 x 100 m und 4 x 400 m ausgetragen.

    Regeln in Kürze

    Die Staffeln bestehen aus je vier Läufern. Der Staffelstab muss innerhalb eines Wechselraumes von 20 m übergeben werden. Heute darf ein verlorener Stab wieder aufgehoben und das Rennen fortgesetzt werden, auch wenn er außerhalb der Bahn liegt.

    Olympische Geschichte

    Bei den Männern ist die 4 x 100-m-Staffel seit Stockholm 1912 und die 4 x 400-m-Staffel seit London 1908 olympisch; bei den Frauen werden seit Amsterdam 1928 (4 x 100 m) und seit München (4 x 400 m) olympische Medaillen in den Staffelwettbewerben vergeben.

    Olympische Erfolge

    Die erfolgreichste Nation ist die USA, deren Siegesserie nur selten unterbrochen wurde, wie z.B. in Rom 1960, als die hochfavorisierte US-Staffel wegen eines Wechselfehlers zwischen Frank Budd und Ray Norton disqualifiziert wurde. Es siegte damals das deutsche Quartett mit Bernd Cullmann, Armin Hary, Walter Mahlendorf und Martin Lauer.

    Ein ähnliches Missgeschick passierte 1936 in Berlin der deutschen Damensprintstaffel, als Maria Dollinger und Ilse Dörffelt weit in Führung liegend bei der Übergabe den Stab fallen ließen; es gewannen die Läuferinnen aus den USA.

    Die deutschen Frauen siegten 1972 in der Sprintstaffel mit der Besetzung Christiane Krause, Ingrid Mickler-Becker, Annegret Richter und Heide Rosendahl vor dem Team aus der DDR, das dann in Montreal 1976 den Spieß umdrehte. In der 4 x 400-m-Staffel siegten die Läuferinnen aus der DDR in München 1972 und Montreal 1976.