Straßenrennen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Straßenrennen ist neben dem Bahnradfahren und dem Mountainbike olympische Radsportdisziplin für Männer und Frauen.

    Wettkampfdisziplinen sind:

    Männer: 222 km, Einzelzeitfahren (52,2 km)

    Frauen: 104 km, Einzelzeitfahren (26,1 km)

    Regeln in Kürze

    Straßenrennen

    Bei Straßenrennen ist es erlaubt, Getränke und Verpflegung mitzuführen; Stoßen und gegenseitiges Behindern ist verboten. Charakteristisch ist der sogenannte "Schrittmacherdienst", d.h. dass ein Fahrer für den anderen das Tempo machen darf. Olympisch ist neben dem langen Straßenrennen auch das Zeitfahren, bei dem nicht gegen die Konkurrenten, sondern ausschließlich gegen die Uhr gefahren und in einem Abstand von einer Minute gestartet wird.

    Bemerkenswertes

    Die weltbekannten Profis, die besonders bei der Tour de France auftrumpften, konnten nur eine olympische Medaille erringen, und zwar durch Miguel Indurain (Spanien) in Atlanta 1996 beim Einzelzeitfahren, nachdem er in Los Angeles 1984 aufgeben musste. So nahmen z.B. Thys (Belgien), Coppi (Italien), Bobet und Hinault (Frankreich) nie an Olympischen Spielen teil, Eddy Merckx (Belgien) wurde in Tokio 1964 ebenso Zwölfter wie Jacques Anquetil (Frankreich) in Helsinki 1952.

    Ein Tour-de-France-Gewinner (1980), der auch eine Goldmedaille gewinnen konnte (in Mexico City 1968 im Mannschafts-Zeitfahren), war der Holländer Joop Zoetemelk. Bei den Sommerspielen 2000 in Sydney stand dann endlich doch ein Star der Szene auf dem Treppchen ganz oben: Jan Ullrich errang den Olympiasieg beim Straßenrennen sowie die Silbermedaille beim Einzelzeitfahren.

    Olympische Geschichte

    Sein olympisches Debüt gab der Radsport mit sechs Wettbewerben auf Bahn und Straße schon in Athen 1896 und gehört damit zu den wenigen Sportarten, die von Beginn der modernen Spiele an immer Bestandteil des olympischen Programms waren. Der Frauen-Radsport wurden erstmals in Los Angeles 1984 mit dem Einzel-Straßenrennen olympisch.

    In Atlanta 1996 wurde das Programm erweitert: Bei den Männern wurde zwar das Mannschaftszeitfahren auf der Straße gestrichen, dafür aber Einzel-Zeitfahren auf der Straße neu aufgenommen. Seit 1988 dürfen auch die Radprofis an den olympischen Wettbewerben teilnehmen.