Triathlon

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Triathlon ist ein sportlicher Dreikampf bestehend aus Schwimmen, Radfahren und Laufen für Frauen und Männer.

    Disziplinen:

    Schwimmen: 1 500 m im Meer

    Radfahren: 40 km

    Laufen: 10 km

    Regeln in Kürze

    Triathlon

    Es gelten die Regeln der drei Sportarten, wobei der Schwimmstil frei gewählt werden kann. Furore machen seit längerer Zeit die Radrennen, in der Diskussion steht das so genannte "Windschattenfahren". Gegner behaupten, durch das "Sich-gegenseitige-Helfen" würde die Bedeutung des Radfahrens reduziert und zuviel Gewicht auf das Laufen gelegt.

    Probleme traten kurz vor den Spielen in Sydney 2000 auch beim Laufwettbewerb der Weltmeisterschaften in Perth im April auf: eine falsche Zeitnahme sorgte für Aufregung, denn die Siegerin hätte laut Messung eine neue Weltrekordzeit über die 10 000 m erzielt.

    Kurioses

    Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sydney herrschte Aufregung um mögliche Haifisch-Attacken beim Schwimmwettbewerb im Meer. Die Organisatoren hatten bekannt gegeben, dass sie Taucher einsetzen, um die Haie zu vertreiben.

    In Sydney ging die Kanadierin Carol Montgomery sowohl beim Triathlon als auch beim 10 000 m-Langstreckenlauf an den Start; damit ist sie die erste Sportlerin ihres Landes, die in zwei verschiedenen Sportarten bei Olympia teilnahm.

    Geschichte

    Ende der 70er Jahre entstand die noch junge Sportart in den USA. 1978 wurde in Hawaii der erste "Ironman" gekürt. Seitdem gilt die Kombination aus dem sogenannten "Waikiki Swim" (3.8 km), dem Radrennen rund um die Insel (180 km) und dem Hawaii-Marathon als der bedeutendste Triathlon-Wettkampf, der auch entscheidenden Anteil an der heutigen Popularität dieses Sports hat.

    In Sydney 2000 stand Triathlon erstmals auf dem olympischen Programm.

    Highlights

    Die Premiere in Sydney 2000 gelang: Die neue Sportart und ihre Athleten präsentierten sich durchweg im besten Licht und das Publikum, das in sehr großer Zahl die Wege säumte, zeigte sich begeistert.

    Stephan Vuckovic aus Deutschland bewies, dass man sich auch über einen zweiten Platz wie ein Sieger freuen kann. Schien er nach dem Schwimmen noch abgeschlagen, konnte er mit dem Rad aufholen; beim abschließenden Laufen startete er dann richtig durch, die Goldmedaille zum Greifen nahe - bis ihn der Kanadier Simon Whitfield kurz vor der Ziellinie noch überholte ... doch das tat dem überschwänglichen Jubel keinen Abbruch. Die erste Olympiasiegerin kommt aus der Schweiz und heißt Brigitte McMahon.

    In Peking 2008 gewann der Deutsche Jan Frodeno überraschend Gold. Whitfield belegte den zweiten Platz. Erfolgreichste Nationen sind Australien und Neuseeland.