Valeri Borsow

    Aus Olympia-Lexikon.de

    sowjetrussischer Leichtathlet

    geboren: 20. Oktober 1949


    Der zweifache Olympiasieger von München zählt zu den herausragenden Sprintern in der Geschichte der Leichtathletik. Neben seinen olympischen Erfolgen gewann er auch vier Europameistertitel.

    Zu Anfang seiner Karriere startete der Sprinter aus Kiew unter dem Pseudonym Matwejew. Sein Trainer Valentin Petrowski, ein Professor der Biologie, führte ihn schnell an die internationale Klasse heran. Bereits 1969, mit 20 Jahren, wurde er erstmals Europameister über 100 m. Borsows Training war streng nach wissenschaftlichen Kriterien ausgerichtet, wobei Ernährung, Übungen zur Muskelbildung und Ausdauerleistung einbezogen wurden. Auf diese Weise wurde er zu einem der perfektesten Sprinter. 1972 bei den Olympischen Spielen siegte er sowohl über 100 m (10,14 Sekunden) wie auch über 200 m (20,00 Sekunden). 1974 fügte er seinen drei Europameistertiteln einen vierten über 100 m hinzu und qualifizierte sich auch für die Spiele 1976 in Montreal. Dort gewann er aber nur die Bronzemedaille über 100 m. 1978 beendete er seine Karriere als Leichtathlet und wurde Ukrainischer Minister für Jugend und Sport und war später Mitglied des IOC.

    Er schrieb eine vielbeachtete Dissertation über den Kurzstreckenlauf und verfasste außerdem mehrere Jugendbücher mit leistungssportlichen Themen. Valeri Borsow heiratete Ludmilla Turischtschewa, eine erfolgreiche Kunstturnerin.

    Olympische Erfolge

    1972

    Gold 100 m

    Gold 200 m

    Silber 4 x 100-m-Staffel

    1976

    Bronze 100 m

    Bronze 4 x 100-m-Staffel