Vierkampf

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Vierkampf ist seit 1996 ein Mehrkampf für Frauen im Turnen, mit ausschließlich Kürübungen an den vier verschiedenen Geräten im Einzel und in der Mannschaft. Das männliche Pendant ist der Sechskampf.

    Die Geräte sind Boden, Pferdsprung, Schwebebalken und Stufenbarren

    Regeln in Kürze

    Der erste Wettkampf bei Olympischen Spielen ist das Mannschaftsturnen an vier Geräten (bei Frauen) in der Kür. Er gilt gleichzeitig als Vorkampf für das Einzel-Mehrkampffinale. Zum Einzel-Mehrkampf, bei dem nochmals an den vier Geräten geturnt wird, werden die 36 besten Teilnehmer vom Mannschaftsturnen zugelassen.

    Die einzelnen Teile der Übungen werden nach ihrem Schwierigkeitsgrad bewertet. Es gibt A- (einfach), B- (mittel), C- (höher), D- (hoch) und E-Teile (sehr hoch).

    Olympische Geschichte

    Olympisch (als Achtkampf) für Mannschaften seit Amsterdam 1928 und im Einzel seit Helsinki 1952. Der Vierkampf löste 1996 den Achtkampf der Frauen mit je einer Pflicht und je einer Kür in den vier Disziplinen ab.

    Olympische Erfolge

    Die sowjetischen Turnerinnen beherrschten diesen Wettbewerb bis Ende der 1990er Jahre, nur Vera Caslavska (1968), Nadia Comaneci (1976) und Mary Retton (1984) konnten in die Phalanx einbrechen. Den Teamwettbewerb gewannen die Sowjetrussinnen von 1952 bis 1992 zehn Mal, wobei sie 1984 wegen des Olympischen Boykotts fehlten.