Volleyball

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Volleyball ist ein Rückschlagspiel für 2 Mannschaften je 6 Spieler; vom Englischen to volley = aus der Luft schlagen.

    Regeln in Kürze

    Die Spielfläche

    misst 9 x 9 Meter, das Netz ist für Frauen 2,20 m, für Männer 2,43 m hoch.

    Wichtigste Regeln

    Volleyball

    Beim Volleyball stehen pro Mannschaft jeweils sechs Spieler auf dem Feld. Der Ball darf nicht in der eigenen Spielhälfte zu Boden fallen und muss spätestens mit der dritten Berührung ins gegnerische Feld befördert werden. Sieger ist, wer zuerst drei Sätze gewonnen hat. Ein Satz ist beendet, wenn eine Mannschaft mindestens 25 Punkte erreicht und dabei zwei Punkte Vorsprung vor dem Gegner hat. Geht ein Spiel über fünf Sätze, so kann dieser letzte und entscheidende Satz bereits durch 15 gewonnene Punkten beendet werden; auch hier gilt, dass das führende Team mindestens zwei Punkte Vorsprung haben muss.

    Diese Regelungen gehen z.T. auf eine 1994 vom Volleyball-Weltverband durchgeführte Erneuerung des Regelwerks zurück, mit der dieser Sportart (noch) mehr Attraktivität verliehen werden sollte. Zu dieser Erneuerung gehört z.B. auch, dass der Ball nun mit jedem Körperteil, also auch mit dem Fuß, berührt werden darf; außerdem darf er bei der Annahme des Aufschlags nacheinander Kontakt mit verschiedenen Körperteilen haben. Die Aufgabezone wurde von bisher 3 m auf die ganze Fläche hinter der Grundlinie ausgedehnt. Eine weitere Neuerung ist die Einführung des Liberos: Der Libero darf jeden Spieler während des Spiels zur Verteidigung des hinteren Spielfelds ersetzen.

    Geschichte der Sportart

    Ebenso wie Basketball wurde das Volleyballspiel am College von Springfield in den USA als winterlicher Ausgleichssport erfunden. Entwickelt im Jahre 1895 von William G. Morgan, Student und Trainer in Holyoke, wurde Volleyball zunächst "Minonette" genannt und mit einer Basketballblase über ein 1,83 m hohes Tennisnetz gespielt.

    Durch die Sportlehrer wurde das Spiel schnell in den USA bekannt, dann auch in Asien (ab 1900) und in Europa (ab 1919).

    Weltweit zu einer der am meisten betriebenen Sportarten entwickelte sich Volleyball nach dem Zweiten Weltkrieg, als speziell Japaner und Koreaner sowie die osteuropäischen Verbände die technische Entwicklung vorantrieben. Es wurde dort sogar weitaus populärer als in den USA.

    Beachvolleyball entstand in den 1920er Jahren in Kalifornien, wurde aber erst in den 1980er populär. Danach folgte eine rasante Entwicklung: In Barcelona 1992 war das Spiel auf Sand noch Demonstrationssportart, ab Atlanta 1996 dann fest im Programm und erfreut sich seither großer Beliebhteit.

    Olympische Geschichte

    Olympisch wurde der Volleyballsport in Tokio 1964, sowohl für Frauen wie für Männer. (Beachvolleyball folgte als eigenständige Sportart in Atlanta 1996).

    Olympische Erfolge

    Die UdSSR beherrschte bei Männern wie bei Frauen die Volleyballszene wie keine andere Nation. Die Amerikaner, obwohl Erfinder des Volleyballs, gewannen ihre erste Goldmedaille erst in Los Angeles 1984. Erfolgreich ist auch die Mannschaft Brasiliens, die sowohl in Barcelona 1992 als auch in Athen 2004 gewann. In Peking 2008 kam es im Finale zum Aufeinandertreffen der USA und Brasiliens, der Titelverteidiger unterlag jedoch mit 1:3 Sätzen.

    In Barcelona 1992 setzten sich überraschend Kuba bei den Frauen und Brasilien bei den Männern durch. Dass der Erfolg der Lateinamerikaner jedoch kein Zufall war, zeigen unter anderem die Ergebnisse der beiden folgenden Olympischen Spiele. Sowohl in Atlanta 1996 wie auch in Sydney 2000 holten sich die Kubanerinnen Gold. Mitglied der siegreichen Mannschaft war jeweils Regla Torres Herrera. In Athen 2004 triumphierte China, in Peking 2008 Brasilien.