Wasserball

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Wasserball ist eine Ballsportart im Wasser, die zu den Wassersportarten gehört und bei der sich je zwei sieben Mann starke Teams gegenüber stehen.

    Regeln in Kürze

    Die Spielzeit beträgt effektiv viermal sieben Minuten. Eine Mannschaft besteht aus sieben Spielern(innen). Das Spielbecken misst 30 x 20 m bzw. 25 x 17 m bei den Frauen, die Wassertiefe beträgt mindestens 1,80 m. Das Tor ist 3 m breit und 90 cm hoch, der Ball aus Gummi wiegt 400 bis 450 g. Die Spieler(innen) sind durch farblich unterschiedliche Kappen (weiß und blau) gekennzeichnet. Ein Tor kann man mit "jedem Körperteil" erzielen, jedoch darf der Ball nicht mit der Faust geschlagen werden.

    Geschichte der Sportart

    Erste Regeln wurden 1886 in England aufgestellt, wo 1888 auch die erste Meisterschaft stattfand. Um die Jahrhundertwende wurde Wasserball auch in Deutschland gespielt. Die Amerikaner hatten zur gleichen Zeit ein ähnliches Spiel "Soft Water Polo" entwickelt, das eine Art Rugby im Wasser darstellte und erst durch Regeln entschärft werden musste. Es setzte sich jedoch die europäische Art des Wasserballs durch.

    Olympische Geschichte

    Soft Water Polo in St. Louis 1904

    Olympisch war Wasserball erstmals in Paris 1900, und vier Klubs vertraten die Medaillengewinner England (Osborne Manchester), Belgien (Brüssel) und Frankreich (Paris und Lille).

    In St. Louis 1904 nahmen nur US-Klubs teil, es wurde "Soft Water Polo" gespielt. Ab London 1908 kann von einem einigermaßen ordnungsgemäßen olympischen Turnier gesprochen werden. Seitdem war Wasserball in der heutigen Form bei allen Olympischen Spielen vertreten.

    Seit Sydney 2000 ist Wasserball auch für Frauen olympische Sportart.

    Olympische Erfolge

    Zwischen 1928 und 1980 dominierten die Ungarn, sie gewannen immer eine Medaille. Zu den herausragenden Spielern gehörte hierbei Dezso Gyarmati, der im Zeitraum von 1948 bis 1964 fünf Mal auf dem Podest stand. Nach zwei erfolglosen Jahrzehnten standen die Ungarn zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneut ganz oben: Sie holten in Sydney 2000, in Athen 2004 und in Peking 2008 jeweils Gold.

    Deutsche Wasserballer siegten in Amsterdam 1928 und gewannen Silber in Berlin 1936.