Wasserspringen

    Aus Olympia-Lexikon.de

    Einleitung

    Wasserspringen ist eine Schwimmsportdisziplin, bei der zwischen dem Kunstspringen vom 3-m-Brett, dem Turmspringen (10 m) und dem Synchronspringen (vom 3-m-Brett und vom 10-m-Brett) unterschieden wird.

    Regeln in Kürze

    Beim Kunstspringen (Drei-Meter-Brett) wird von einem federnden Brett gesprungen, beim Turmspringen (10 m) von einer festen Plattform. Sprungrichter bewerten die Pflicht- und Kürsprünge nach Punkten. Beim Synchronspringen werden die Sprünge sowohl nach individueller Leistung als auch nach Abstimmung aufeinander bewertet.

    Geschichte der Sportart

    Sportliches Wasserspringen wurde bereits im 19. Jahrhundert betrieben, 1843 erschien die erste Wertungstabelle. Als der Deutsche Schwimmverband gegründet worden war, fanden 1886 auch die ersten deutschen Meisterschaften im Kunstspringen statt. 1921 folgten die Frauen. Deutsche Meisterschaften im Turmspringen gab es erstmals 1925 (Männer) und 1933 (Frauen).

    Olympische Geschichte

    Olympischer Start war in St. Louis 1904 für die Turmspringer, ab Stockholm 1912 folgten die Frauen.

    Die Kunstspringer gaben ihr Debüt in London 1908, die Kunstspringerinnen in Antwerpen 1920. Seit damals umfasste das Programm lange Zeit je zwei Wettbewerbe. Erst in Sydney 2000 wurde das Synchronspringen eingeführt; die Anzahl der Wettbewerbe erhöhte sich damit auf je vier.

    Olympische Erfolge

    Beim Debüt der Kunstspringer 1908 gab es durch Albert Zürner und Kurt Behrens einen deutschen Doppel- und vier Jahre später sogar einen Dreifach-Sieg durch Paul Günther, Hans Luber und wiederum Kurt Behrens.

    Pat McCormick (USA) feierte in Helsinki 1952 und Melbourne 1956 Doppelsiege.

    Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Athleten dieser Sportart zählt der Amerikaner Greg Louganis (USA), der sich in Los Angeles 1984 und Seoul 1988 Doppelsiege sicherte.

    Seit Mitte der 1980er Jahre gehören die chinesischen Athleten regelmäßig zu den Medaillengewinnern bei Olympischen Spielen. Die Dominanz der Springer und Springerinnen aus Fernost zeigen z.B. die Ergebnisse von Athen 2004: In sechs von acht ausgetragenen Wettbewerben gewannen Springer bzw. Paare aus China Gold.

    Weblinks

    Deutscher Schwimmverband e.V.