Wie man nach der Saison trainieren soll

    Aus Olympia-Lexikon.de

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    Gegen die allgemeine Meinung, dass „nach der Saison ist vor der Saison“, sieht die Situation beim Training ein bisschen anders aus. Nach dem letzten Wettkampf sollte man dem Körper wie auch dem Geist ein wenig Ruhe gönnen. Die Saison mit den vielen Starts war stressig genug und verlangte von der Psyche und von dem Körper alles ab. Ohne sich danach richtig zu erholen, würde man keine Fortschritte bei neuer Saisonvorbereitung mehr erzielen können. Der weitere Punkt sind die kleinen Blessuren und Wehwehchen, die sich im Laufe der Wettkampfsaison eingeschlichen haben. In der Wettkampffreien Zeit kann man sie endlich richtig behandeln und auskurieren. Die Tatsache, dass man jetzt keine Wettkampfvorbereitung starten muss, bedeutet noch lange nicht, dass man seine Sportsachen in den Schrank schieben kann. Ganz im Gegenteil: Es ist wichtig, sich weiterhin zu bewegen, allerdings kann man dabei vielleicht ein wenig über den Tellerrand hinausschauen und alternative Sportarten ausprobieren.

    Sich eine Auszeit gönnen

    Der Trainingsübergang nutzt man dazu, um die Akkus wieder aufzuladen und sich körperlich und mental auf die neue Saison vorzubereiten. Man kann die Zeit nutzen, um beispielsweise „fremd zu gehen“ und sich einfach bei einer anderen Sportart versuchen. Diejenigen, die genug Platz zu Hause haben, können sich einen eigenen Fitnessraum einrichten und ihre Muskeln mit den Geräten von Hammer trainieren. Ein ausgewogenes Krafttraining im aeroben Bereich hält die Muskeln weiterhin auf Trab und belastet sie nicht im Übermaß. Die Zeit kann man auch nutzen, um zum Beispiel schwimmen zu gehen oder mit Freunden eine Runde Volleyball zu spielen. Das hält den Kopf frei und in der Zeit verliert der Muskeltonus nicht zu viel an der Spannung.

    In der Trainingslehre bedeutet die Übergangsperiode einfach die Zeit der aktiven Erholung mit einem vorübergehenden Leistungsrückgang, der in Kauf genommen werden muss. Die Körperakkus werden in der Periode wieder aufgeladen, denn sonst würde man später keine neue Trainingsreize setzen können.

    Geringe Intensität und wenig Umfang

    Der Trainingsumfang soll in der Übergangsperiode drastisch reduziert werden. Auch die Intensitäten sollten vorübergehend aus dem Training verschwinden. Trainiert wird einfach nach Gefühl, Lust und Laune – erlaubt ist dabei einfach alles, was Spaß macht. Wenn man in der Saison als Richtwert für die Intensität 100 Prozent nimmt, sollte man sich jetzt in dem Bereich um 20 Prozent bewegen. Nach einigen Wochen – hängt von der Sportart und Trainingslevel ab – verschwindet die Müdigkeit und man bekommt wieder Lust auf die trainingsspezifischen Belastungen.

    Dann wird das eigentliche Training wieder langsam aufgenommen. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass die Belastungssteigerung nur schrittweise erfolgt. Als Wiedereinstieg empfiehlt es sich mit dem allgemeinen Krafttraining und Körperstabilisation zu beginnen. Damit ist der Grundstein für eine neue, verletzungsfreie Saison, gelegt.

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