Abfahrt
Aus Olympia-Lexikon.de
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Abfahrt ist eine der Geschwindigkeitsdisziplinen im Alpinen Skisport. Beim Abfahrtslauf wird im Gegensatz zu den technischen Disziplinen durch Kontrolltore nur die Richtung der zu bewältigenden Strecke vorgegeben.
Regeln in Kürze
Eine Abfahrtsstrecke zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch ohne Zuhilfenahme der Skistöcke (größtenteils in Abfahrtshockey) bewältigt werden kann. Kontrolltore und Richtungsfähnchen zeigen dabei den Streckenverlauf an. Durch Kurven und Gleitpassagen wird immer wieder die Geschwindigkeit herausgenommen.
Der Hang
Männerabfahrten sollen ein Gefälle von 800 bis 1 100 Meter aufweisen. Bei Damenstrecken ist ein Gefälle von 500 bis 800 Meter vorgeschrieben.
Geschichte der Sportart
Die Ursprünge des Abfahrtslaufs als Alpine Disziplin reichen weit zurück, soll es doch bereits 1870 ein Abfahrtsrennen in Telemarken (Norwegen) gegeben haben. Im schweizerischen Montana fand 1911 das erste Alpine Abfahrtsrennen statt, für das der britische Lord Roberts of Kandahar einen Pokal stiftete und Namensgeber für die berühmten Kandaharrennen in Kitzbühel wurde.
Olympische Geschichte
Nachdem bei den ersten Winterspielen in Chamonix nur für die Kombination aus Abfahrt und Slalom olympische Medaillen vergeben wurden, standen in St. Moritz 1948 (neben Slalom und Kombination) die ersten Abfahrtsrennen für Frauen und Männer auf dem Programm.
Olympische Erfolge
Oft als Königsdisziplin bezeichnet, zählt ein Sieg im Abfahrtsrennen zu den prestigeträchtigen Erfolgen; somit konnte der Österreicher Franz Klammer mit seinem Olympiasieg im eigenen Land (Innsbruck 1976) zum Volkshelden avancieren.
In der Abfahrt konnten auch deutsche Skifahrerinnen große Erfolge feiern: Heidi Biebl (Squaw Valley 1960), Marina Kiehl (Calgary 1988) und Katja Seizinger (Lillehammer 1994) gewannen je Gold.
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