Was war also los in diesen beiden Wochen, die uns wiederholt zu für Europäer unmenschlichen Tages- und Nachtzeiten vor die Fernseher bannten? Die Erwartungen waren enorm – immerhin sprach DOSB-Präsident Thomas Bach vorab von dem Ziel, in Peking mehr Medaillen als die 49 von Athen zu gewinnen.
Trotz aller Erwartungen blieb der erste Olympische Wettkampftag medaillenlos und auch die folgenden Tage gaben trotz den ersten Medaillen nur wenig Anlass zur Euphorie.
Der 12. August ließ das Eis brechen und sorgte für einen wahren Medaillenregen. Es scheint, als wäre dieser Tag die Initialzündung für alle weiteren Leistungen gewesen.
Die deutsche Reitequipe blieb auch in Peking eine Bank. Trotz herber Rückschläge im Springreiten leistete die Medaillenmaschine in den anderen Reitdisziplinen durchweg gute Arbeit.
Große Erwartungen wurden auf die Wassersportler gesetzt, die nur teilweise erfüllt wurden: Die Ruderer jaulten, die Kanuten jubelten sowohl über 1000 als auch über 500 m.
Wie befürchtet nahmen die deutschen Leichtathleten fast durchweg Statistenrollen ein. Auch der deutsche Turner Fabian Hambüchen konnte nicht überzeugen.
So vielfältig die einzelnen Ballsportdisziplinen in Peking waren, so ambivalent waren auch die durch sie geschürten Emotionen: Große Freude auf der einen Seite, tiefe Trauer auf der anderen.
Besonders hervor stachen in Peking zwei Athleten: Der US-amerikanische Schwimmer Michael Phelps und der jamaikanische Kurzstreckenläufer Usain Bolt.
50 deutsche Medaillen wurden prognostiziert, die Realität sah deutlich anders aus. Welche Überraschungen hielt der Medaillenspiegel für uns bereit? Welche waren die Top-Nationen?